58s Von dem Ackerbaue.
merung oder den Ackerbesömmern; und derselbe mußzu diesem Behufe nicht allein wohl gebrächet und ge-wendet und überhaupt zart und mürbe zubereitet wer-den; sondern er soll auch nach Einerndtung der Söm-merungöfrüchte, wo es nur immer möglich, vor demPflügen zur Wintersaat, noch einmal gerühretwer-den, damit diese Sommerung a» den Winterfrüch.ten keinen Abfall verursache. Jedoch ist es in denwenigsten Gegenden thunlich, die Brachfelder sol-chergestalt zu nutzen, und dieselben sogleich daraufmit Winterfrüchten zu bestellen. In die Brachfel-der wird auch gemeiniglich die Düngung oder derMist gebracht; und geschieht die erste Hauptmist-fuhre gemeiniglich zu Auögange des Jmui oder imJulio, wenn die Aecker allenthalben gebrächet, undnun das Wenden derselben bald geschehen soll, damiter.bey dem Wenden untergepflüget werden kann.Die andere Hauptmistfuhre geschieht im Herbste,theils die Aecker zur Wintersaat, die beyder erstenMistfuhre nicht gedünget werden können, oder we-gen der Sommerung nicht gedünger werden sollen,theils aber auch die künftigen Gerstenacker, die essehr nöthig haben, mit Düngung zu versorgen;wiewohl man es überhaupt mit der Düngung einrich-ten muß, wie es der übrigen Feldarbeit am wenig-sten Hinderniß verursachet. Die Starke und Maaßeder Düngung muß derlandwirrh nach der Nochdurftdes Ackers einrichten; jedoch ist es besser mäßig undalle dreyJahre zu düngen, als stark und selten *).Mangebrauchet sich auch Verlagerung der Schafe auf denAeckcrn, oder des sogenannten Hordenschlages, zu ei-ner guten und nützlichen Düngung, den man son-derlich bey weit entlegenen Aeckern, nach welchen dieMistsuhren zu weit sind, mit großem Vortheile an-wenden kann.
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