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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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2604 Von der Viehzucht.

Buchmaſt darinnen hat: ſo wird es allemal rath-ſam ſeyn, eine ſtarke Anzahl Schweine zu unterhal-ten. Uebrigens pfleget eine Sau oder Schweins-mutter wenigſtens jaͤhrlich zweymal zu werfen, und6. 8. 10 bis 13 Junge zu bringen, die nach ſechs Wo-ichen entwoͤhnet, und was nicht zur Fortzucht beſtim-met iſt, geſchnitten wird. Zur Maſtung rechnetman auf ein Mittelſchwein zur Haushaltung dreyDreßdner Scheffel Gerſte; vor ein ſtarkes Speck-ſchwein aber, werden wohl 6 und mehr Scheffelerfordert.

§. 575.

Vom Federviek’ Hiernaͤchſt werden in der Landwirthſchaft vieler-1 Nu⸗ ley Arten von Federvieh gehalten, als Gaͤnſe, End-ten, Huͤhner von mancherley Sorten, Tauben unddergleichen, welche theils ihrer Eyer zum Gebrauche

der Haushaltung halber, theils aber wegen des jun-

gen Viehes zum Speiſen noͤthig ſind; indem ſich

ein guter Landwirth im Sommer groͤßtentheils mit

ſolchem Gefluͤgel, und geraͤuchertem und gepoͤkeltem

Fleiſche behelfen muß. Man muß es aber bloß

zu dieſem Endzwecke, nicht aber zum Verkaufe hal-

ten: denn eine maͤßige Anzahl, ſo viel als die Haus-

haltung erfordert, kann ſich auf dem Miſte und vor

den Scheuren großen Theils ernaͤhren, eine große

Menge aber wuͤrde viel Getreidefuͤtterung erfordern,

bey welcher man nach einer genauen Berechnung in

dem Verkaufe des Federviehes ſchlechten Vortheil

finden wuͤrde; und iſt wohl ein Project ſo naͤrriſch,

als dasjenige, ſo man in einer aus dem Franzoͤſi-

ſchen uͤberſetzten Schrift und in verſchiedenen Haus-haltungsbuͤchern ſindet, naͤmlich durch eine große

Menge Huͤhnervieh reich zu werden. Man rechnet,

daß