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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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Erste Abhandlung.

deutschen Reiche, als in den Niederlanden, den recht-mäßigen Eigenthümern zurück; es erkannte seinen Tod-feind, den Prinz Wilhelm vonOranien, als rechtmäßi-gen König von Großbritannien, — nur um diesen ihmso nothwendigen Stillstand zu erhalten, nur um sich denRuhm der Großmuch zu erkaufen, welchen doch keineeinzige Macht dein König Ludwig zugestehen wollte.Der Kaiser Leopold wandte alles an, Frankreichs Ab-sichten zu zernichten, die Bundsgenossen in Waffen zuerhalten und Frankreich außer Stand zu setzen, die spa-nische Monarchie, es sey unter seinen Scepter, oder ansein Haus zu bringen. Aber jeder der Bundsgenossenlitt empfindlich durch Fortsetzung des Kriegs; der Kai-ser gewann allein dabey. Die Völker, welche er in denNiederlanden bey dem Heere der Bundsgenossen unter-hielt, betrugen nicht einmal den zehnten Theil desselben,und auch diese wurden von den Seemächten besoldet.Die große kaiserliche Macht stand in Ungarn, erfochtdaselbst Siege und breitete das kaiserliche Gebiet weitaus. Der Kaiser und das deutsche Reich waren dieletzten Mächte, welche zu Ryßwik mit Frankreich denFrieden unterzeichneten. Daher waren die Vortheilederselben auch die geringsten; daher zur bittersten Krän-kung aller protestantischen Stande der so nachtheiligsvierte Ärtickel, nach welchem die mit Gewalt währendder Reunionszeit eingeführte katholische Religion in dem-jenigen Zustand bleiben sollte, in welchem sich dieselbebey dem Friedensschlüsse befände. Daher kam es, daßSkraßburg in der Gewalt Frankreichs verblieb, unddiese so starke Vormauer nicht nur dem Reiche und denkaiserlichen Erblanden entzogen, sondern sogar einsGrenzfestung wurde, aus welcher Frankreich nach sei-nem Wohlgefallen den Schwäbischen, und beyde Rhei-nische Kreise, in beständigen Schrecken versitzen konnte.

Großbritannien und die vereinigten Niederlande,welche der Kaiser zu Fortsetzung des Kriegs äußerst ab-geneigt