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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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14
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Erste Abhandlung)

Unterhandlungen giengen in dem März des löygstenJahrs vor.

Dem König von Frankreich lag vieles daran, dieGesinnungen des englischen Monarchen zu wissen. Dader Graf von portland noch keine Befehle hatte, seineeigenen Einwendungen als die seines Herren darzugeben;so erhielt der Graf von Tallard, der auf Befehl seinesKönigs deßwegen in den König Wilhelm drang, diesewohl bestimmte Antwort von demselben: daß zwarnach dem allgemeinen Urtheil die Verzicht der verstorbe-nen Königinn von Frankreich in den Rechten begründetsey, er besorge aber, daß nicht die Federn der RechtS-geiehrten, sondern das Schwerdt diesen Handel entschei-den werde. Er wünsche aufrichtig die Handhabung desFriedens und dazu wolle er auch nach seinen Kräften bey-tragen. Sein anrückendes Alter sey für ihn ein mäch-tiger Grund, dafür zu sorgen. Zu gleicher Zeit sey erschuldig, das wahre Beste Großbritanniens und dannder vereinigten Niederlande in Betrachtung zu ziehen.Er könne zwar nicht laugnen, daß nicht bey dem Anfangdes letzten Kriegs zwischen ihm und dem Kaiser eine Artvon Verabredung in Beziehung auf die spanische Thron-folge vorgegangen sey; aber ohne sich über die eigentlicheNatur dieser Verabredung herauszulassen, hielte er fürvorcheilhaft, wenn dem Kurfürsten von Bayern die spa-nischen Niederlande, aber durch einige Festungen ver-mehret, welche ihm der König abtreten möchte, über-lassen würden. Hierdurch könnte dann die Barriere dervereinigten Niederlande, und derselben Sicherheit wohlbefestiget werden. Würde Frankreich sich hierzu ver-stehen, so könnte man von Seiten dieser beyden Mächtezugeben, daß Spanien und Indien einem der Prinzendes Dauphins, die italiänischen Staaten aber einem öster-reichischen Prinzen angewiesen würden. Ferner möchtedurch einen Handelschaftsvertrag zwischen Frankreich undSpanien auf der einen, und zwischen Großbritannien und

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