Ucber den spanischen Thronfolgekrieg. i z
den vereinigten Niederlanden, auf der andern Seite,dafür gesorget werden, daß diesen beyden Machten so-wohl in dem mittelländischen Meere, als auch in West,indien gewisse Plähe, wo sie ihre Handlung treiben könn-ten, überlassen würden." ")
Diese Antwort des Königs Wilhelm ist ein unver-welklicher Beweis sowohl von seiner Liebe zur Gerechtig-keit und Billigkeit, als von seiner ausnehmenden StaatS-klugheit. Drey Fürstenhäuser hielten sich zu der Erb-schaft Königs Karl il. berechtiget. Das Recht desHauses Bourbon wäre das begründeteste gewesen, wennsolches durch die Verzicht der Königinn Maria Theresianicht wäre aufgehoben und zernichtet worden. Dasi aberLudwig XI V. an diese Verzicht nicht wollte gebunden seyn,dies wußte der britannische Monarch so zuverlaßi alsimmer einer der französischen Skaatsbedienten. Oester-reich war, wenn es nichc die ganze Monarchie als eineStamms- und Familienerbschaft erhalten könnte, festentschlossen, alle Künste der feinsten Staatsklugheit inBewegung zu sehen, und sich aller Vorurtheile undSchreckbilder der damaligen Zeit zu bedienen, um vonderselben so viele Staaten an sich zu reißen, als nurimmer die Umstände der Zeit, und seine eigene Machtgestatten wollten. Unter diese beyden Häuser wünschteder König die spanische Monarchie zu vertheilen. FürBayern, welches Haus doch der eigentliche Erbe Phi-lipp !V. und seines Sohns seyn sollte, wurde nichts wei-ter als die Niederlande ausgeworfen, und dies wegender überwiegenden eigenthümlichen Macht der HäuserOesterreich und Bourbon, mit derer einem die Kräftedes Hauses Bayern in keine Vergleicht»^ kommen konn-ten. Ja wäre das eine dieser Häuser selbst Schied-richter gewesen, es würde Bayern nicht eine Baronie zu-getheilt haben. Nach einem eilfjährigen Kriege kamen
..») Nernoires äs Icrrcx T. I. S. ZZ.