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Erste Abhandlung.
Waffen bewilliget; würden alsdenn der Kaiser und des-sen Bruder, der König Karl, wohl begründete Ursachengefunden haben, sich über die Seemächte zu beschweren,wenn ihr Haus die ganze spanische Monarchie, nur diein gewisser Absicht unbeträchtliche Königreiche Neapo-liö und Sicilien ausgenommen, nochmals an sich ge-bracht hätte. Das Bündniß gedenket mit keinem Wortder Wiederabtretung von Straßburg und dem Elsaß,nichts von Aufhebung der Niemwegischen und Ryß-wikischen Friedensschlüsse; nichts von Zurückgreifun-gen. — So weit hatten sich doch die Seemächte ge-gen den Kaiser nicht verpflichtet. Hatten sie eö gethan,so härten sie alle gesunde Staatsklugheit, das wahreBeste ihrer eignen Staaten gänzlich hintangesetzt. Dieeigenthümliche Macht des Kaisers aber, auch selbst mitden Ständen deö Reichs vereinbaret, wäre dazumalaußer Stande gewesen, Frankreich zu diesen Beding-nissen zu nöthigen. —
Dazumal würde es einzig in der Macht der Re-publik gestanden haben, ihr selbst, jedem ihrer BundS-genossen und ganz Europa den ruhmvollsten und vor-thcilhaftesten Frieden zu verschaffen: einen solchen, derseit Jahrhunderten nicht zu Stande gekommen unddurch welchen die vornehmsten Absichten erhalten wor-den, an deren Erzweckung die europäischen Machte seitdem westphälischen Frieden alle ihre Kabinetsklugheit,alle ihre Macht aufgewendet hatten. Gesetzt, die Vor-stellungen der Repub,ik wären anfänglich bey Englandfruchtlos gewesen, sie würden gewiß Eindruck gemacht,und Nachfolge gefunden haben, wenn England unge-zwejfelt gesehen, daß es der vereinigten Niederlande wah-rer Ernst sey, den Krieg so vortheilhaft als man nurkonnte zu beendigen. Ich will des Menschenblutönicht einmal gedenken, das in den fünf Jahren, da derKrieg annoch unglücklich fortgesetzt worden, unnütz-lich vergossen wurde, aber also gar leicht hätte geschont
werden