,04 Zwvte Abhandlung.
Anhängern wurde der Eifer, den Krieg mit Hitze fort«zusetzen, stärker als jemals entstammet. Sie stellten §vor, essen ein Ungück für ganz Europa, wenn dieFriedensunterhandlungen ferner in der Gewalt der Re-publik verbleiben würden. Ueberlasse man ihr dieselben,so werde sie nicht ermangeln sich von den beyden Feldher.ren, Prinz Eugen und Marlborough, unabhängig zumachen, welche bis dahin alle ihre Entschließungen ge-leitet haben. Wirklich bezeugte auch England ingeheimnicht wenig Eifersucht gegen die Republik, daß dieselbevorzüglich das SchiedSrichreramc in ihrer Gewalt habensollte, und dadurch Gelegenheit hatte, sich auszeichnendeVortheile zu verschaffen.
Nach der Abreise der Abgeordneten der Republikverblieb der President annoch zu Bodcgrave. Erwurde allda von dem Herrn von petkum mit Vermis-sen des Herren HeinsiuS besucht, aber ohne daß derselbedie Unterhandlungen ihrem erwünschten Ende näher zubringen vermocht hatte. Er rieth einzig dein Presidentan, Kraft seiner Vollmacht, so weit als er dürfte, nach-zugeben; indem der Pensionair nur hierdurch in denStand gesetzct würde, den Frieden mit allem Nachdruckals Vortheilhaft anzupreisen, und diejenigen, so bis da-hin gegen denselben unter verschiedenen Verwänden eineAbneigung geäußert, zu Freunden des Friedens zugewinnen.
Die Ankunft des Herzogs von Marlborough unddes Prinz Eugen in dem Haag, welche von denen, diebey der Fortsetzung des Kriegs ihren besondern Nutzenfanden, mit Ungeduld gewünscht wurde, gab dem gan-zen Geschäfte den Ausschlag. Der erstere hatte ohnesich zu widersetzen die Einwilligung, im Namen der KroneEngland, zu den Zusammenkünften zu IlVoerden gege-ben, aber nicht aus ganz läutern Absichten. Er warsicher, daß ohne seinen Beyfall nichts geschlossen werden
konnte;