Ueber den spanischen Thronfolgekrieg. io;
konnte; daß die Republik sich nicht von England tren-nen ; daß er also die Unterhandlungen nach Wohlgefal-len, entweder in die lange ziehen, oder gar abbrechenkönne. — Oeffentlich wollte er nicht das Ansehen ha-ben, daß durch ihn der Friede und mit demselben derWohlstand so vieler Staaten hintertrieben werde. Die-ser in manchen Absichten große Feldherr und Staats-mann mag doch gezweifelt haben, daß der König sosehr seinen Feinden nachgeben würde. Diese außeror-dentliche Neigung den Frieden zu befördern, ließ ihnmit Grunde befürchten, sie möchte einerseits den Staa-ten selbst die Augen eröfnen, sich nicht langer zur Ver-größerung der Macht Oesterreichs durch unermeßlicheUnkosten und Schulden zu schwächen, andererseits abereine Handeltreibende Nation auf ihren wahren Vortheil,auf die Wiederherstellung des Friedens und der Handei-schaft mit Ernst bedacht machen. — Er beredete sichalso, es sey die äußerste Zeit die Unterhandlungen un-verzüglich abzubrechen. Gleich mit seiner Ankunft indem Haag wurde durch ihn bekannt gemacht, daß die«„gefangnen Unterhandlungen dem Hose zu London äus-serst mißfallen, daß er Befehl habe die Generalstaatenzu ersuchen solche abzubrechen, den President Rouille'aber zu verabschieden, wenn Frankreich nicht entschlossensey, dem Kaiser und England gleiche Vortheile als denGeneralstaaten zu bewilligen.
Der Prinz Eugen erklärte zu gleicher Zeit, der Kai-ser bestehe fest darauf, es solle in voraus ausgemachtseyn, daß die ganze spanische Monarchie ohne die gc-ringste Verminderung seinem Hause abgetreten, und dermünsterische Friedensschluß ohne einige Ausnahme wie-der hergestellt werde.
Um noch stärker gesichert zu seyn, daß die Friedens-unterhandlungen nicht foi tgcseht werden, gab man sicholle Mühe, das Nachgeben Frankreichs verdächtig zu
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