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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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,v6 Zwote Abhandlung.

machen; man sagte, Frankreich biete nur so vieles an,um den Krieg zu erneuern, wenn es sich durch eine Frie.dcnsfrist von etlichen Jahren von seinen erlictnen Un-fallen wieder erholet harte. — Jetzt suche es einenAufschub der Kriegsunternehmungen, — eine Tren-nung der Bundögenossen, wenigstens unter denselben einMißtrauen zu erwecken. Man habe Grund, die derRepublik gemachten vortheilhaften Antrage als Gering-schätzung des Kaisers und Englands anzusehen. — Esbetrüge sich aber diese Krone, wenn sie sich schmeichle,daß sie wider den Willen dieser beyden Machte zu einemFrieden gelangen, oder daß die vereinigten Niederlandedieselben wider ihren Willen werden zum Frieden zwin-gen können. Dies könne und werde nur dann erfolgen,wenn Frankreich sämtliche Bundsgenossen vollkommenbefriedigen werde. — Beyde Feldherren drangen aufdie Heimreise des President, und auf die gänzliche Ab-brechung aller geheimen Zusammenkünfte.

Bis auf diese Zeit hatte der StaatSpensionair denGeneralstaaten, in wie weit Frankreich in der Hauptsa-che nachzugeben entschlossen sey, und welche besondreVortheile der Republik durch den Frieden, sowohl indein Handelswesen , als in der zu suchenden Vormauer,zustießen sollten? keine eigentliche Eröfnung gemachet:Ein Beweis, wie grenzenlos die Gewalt dieses StaatS-bedienten, wie groß das aus ihn gesetzte Vertrauen ge«wcsen. Nun glaubte er, da auf das Ansuchen Eng.lands, oder vielmehr des Herzogs von Marlborough,die Unterhandlungen aufgehoben wurden, es sey Zeitden Staaten von Holland und auch der übrigen sechsProvinzen, eine Anzeige zu machen, wie weit die vor-läufigen Friedcnöbedingnisse gebracht worden, damit siehiervon an ihre allseitigen Obern Nachricht ertheilenkönnten. Für sich selbst ließ er nichts ermangeln, dieStaaten glaubend zu machen, daß er aufrichtig undnach allen Kräften den Frieden wünsche und befördere.