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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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116
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n6 Zwote Abhandlung.

ließ, dieser sinkenden Pärchen je eher je lieber das Ueberge-wicht zu verschaffen. Welch eine Menge von Demü«thigungen und Kränkungen hätte Frankreich von sich ab«gewendet, wenn Rouille', oder eine andere tüchtige Per«son ingeheim und mit, unter jenem oder diesem Vorwandleicht zu erhaltenden, Paßporten nach London wäre ab-gesendet worden. Mit Handelsvorcheilen, mit weit ge-ringern, als der Republik angetragen worden, mit Rück-gabe der in der neuen Welt gemachten Eroberungen,mit Ausfüllung des Hafen zu Dünkirchen und Schlei-fung der Festungswerke; mit einigen Jahrgeldern undandern Frankreich nicht ungewohnten Douceurs —-würde Ludwig XI V. alles seines nagenden Kummers sehrwahrscheinlich in wenigen Wochen entlediget mordenseyn. Dieser Staat hatte eben so dringende Gründe,das Ende des Kriegs und einen rühmlichen und vor-theilhaften Frieden, als immer eine der verbündetenMachte, zu wünschen und zu suchen. —

Die Vollmacht, wodurch der President Rouille' zuneuem Nachgeben versehen wurde, war auf dessen Per-son schon aus der geheimen Kanzlcy ausgefertiget, alses dem Staatssecresair dem Marquis von Torcy, derauch die auswärtigen Angelegenheiten zu besorgen hatte,anbey das Zutrauen des alten Königs in einem hohenGrade besaß, einfiel, seine Dienste anzutragen,-nachden Niederlanden zu reisen, um den jo höchst noth-wendigen Frieden zu erhallen. Ein ganz besondrerEinfall, welchen sich aber der König sogleich gefallenließ. Ob Eifersucht hierbei) gewaltet, oder ob derMarquis sich dadurch neue Verdienste habe erwerbenwollen, daß er endlich, da des Staats Noth undVerfall am größten gewesen- den Frieden habe erlan-gen können? ist ganz gleichgültig. Dein President,welchem nun die Unterhandlung aus den Handen ge-wunden wurde, konnten nnr Recht keine Fehler bey