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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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130
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Dritte Abhandlung.

Es wurde also auch dieses Auskunftsmittel mit Hitzeverworfen. Die französischen Bevollmächtigten beka-men also je mehr und mehr Ursach einzusehen, daß eSbey den Verbündeten ein fest gefaßter Entschluß sey,daß der Herzog von Anjou von der ganzen spanischenMonarchie nicht einen Fuß breit besitzen solle; daßLudwig XlV., wenn er diesen seinen Enkel zu einem re-gierenden Fürst erheben wolle, solches aufVerminderungder Macht und des Glanzes seiner eignen Krone thunmöchte. Man machte ihnen den Vorschlag, der Königsollte diesem Prinz die Grafschaft Hochburgund unterdem Königs - oder einem andern beliebigen Titel abtre-ten ; indem doch diese Landschaft ehemals ein Theil derspanischen Monarchie gewesen. — So krankend die-ser Vorschlag war , so wurde doch derselbe zu mehrernMalen, als ein anständiges, ja als das einzige Aus-kunftsmittel für den König Philipp wiederholet. —So konnte der Marquis von Torcy anfänglich bey die-sem Punkt die von ihm so sehr gewünschte, aber schauer-hafte Entdeckung machen, wohin man Frankreich zudringen sich vorgesetzt habe? Allein diese Entdeckungkonnte für den französischen Hof nicht anders als sehrniederschlagend seyn. — Allen dagegen gemachtenEinwendungen wurde der unveränderliche Entschluß deskaiserlichen Hoks, von allen Staaten der spanischen Mo-narchie in Italien so wenig als von Spanien selbst ab-zutreten, entgegen gestellt. Man vergrößerte nicht we-niger die Schwierigkeiten, welche die Republik findenwürde, Falls sie es auf sich nehmen sollte, den Kaiserwider ihre Verpflichtung zur Abtretung dieser beydenKönigreiche, oder nur des einen derselben zu bereden. —Auch England mußte helfen die Schwierigkeiten ver-mehren : indem diese Macht aus Besorgung, ihreHandlung nach der Levante könnte gestöret werden, nim-mermehr zugeben werde, daß ein französischer PrinjNeapolis beherrsche. —. Der wichtigste Grund aber,

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