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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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131
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Ueber den spanischen Thronfolgekn'eg. izi

daß der Kaiser nicht bewogen werden könne, die beydenKönigreiche abzutreten, bestund darinn, daß dieselbenauch für das Herzogthum Meiland und die GrafschaftTyrol dem Haufe Oesterreich eine Barriere seyen. <—So hakte bey solchen Gegeneinwcndungen der MarquisGelegenheit ausnehmende Geduld und Selbstverläug-nung an den Tag zu legen. Kein Wunder, wenn diesebey den französischen Staatsminiftern noch nicht veral-tete Tugend bisweilen angefangen hat zu wanken.

Es mußte denselben auch nicht wenig verlegen ma-chen , daß einer der Abgeordneten der Republik ihm in-geheim anzeigen ließ: wenn er und sein König aufrich-tig den Frieden wünschten, so solle er keinen Augenblickes anstehen lassen, mit den letzten seiner Vollmachtenherauszurücken, indem die Gemüther ausnehmend erbit-tert, und auf die schleunige Eröfnung des Feldzugö er-hitzet seyen: — daß dermal in der Versammlung derStaaten, die Anzahl, nicht aber der klügere Theil, überdie allerwichtigsten Angelegenheiten des Staats den Eut-schied gebe. — Der Herr von der Dusten, der demMarquis durch einen Namens von Tourcon, diesenWink geben lassen, bestatte te denselben, da er sich mitihm in Gegenwart des Baron von Duyvenvorde, indem Landgut des Graf von Porcland, heimlich unkcrre-dete, durch so viele besondere Umstände, daß der Mar-quis, ob er gleich den Punkt kannte, in wie weit den ge-heimen Nachrichten eines Feinds Glauben könne zuge-stellt werden? dennoch sich beredte, es sey die äußersteZeit entweder in alles was der Gegentheil nur immerverlange, zu willigen, oder aber schleunig alle Unter-handlung aufzuheben. — Aber er erkannte auch, daßdas eine so wohl als das andere, sehr bedenkliche Folgensich ziehen konnte. Vorzüglich mußte eö den vonnachdenkend machen, daß ihm bey eben dieserLeheimen Unterredung von der Dusten zu verstehen gab,

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