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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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139
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Ueber den spanischen Thronfolger leg. i zg

er der Thronfolge des hanoverischen Hauses abgeneigt.Da dem Herzog aber bey den Unterhandlungen der LordTowesend zugegeben war, so gestund er ihm ebenfalls,er müsse über diesen Punkt auch wider seinen Willen,und um sich dem Hos und dem Lord nicht verdächtig zumachen, nach der Denkenöart der Nation handeln. —Ueberhaupt veränderten die englischen Bevollmächtigten,nach dem Vorgang der niederländischen, sehr oft dieSprache. Sie nahmen heute zurück, oder sie fügtendemjenigen neue Federungen bey, was sie Tags zuvorals ein uon plus ulria zugestanden hatten. Eorcjp mitausnehmender Geduld verstellte sich so gut es seine miß-liche Lage gestattete. Er wollte nicht wissen, daß dieUnterhandlung mehr zurück, als vor sich gehe, und daßdie Gegner, wenn sie ihn genug aufgezogen hatten, keineandere Absicht hatten, als durch unaufhörliche Erschwe-rung der Bedingnisse alle Unterhandlung abzubrechen.

Aber der Friede war nothwendig bevor der nunmehrüber einen Monat aufgeschobene Feldzug eröfnet wurde.Torcp beredete sich, wenn er nach seiner durch einenerpressen Kourier erhaltenen Vollmacht die ganze spa-nische Monarchie, ohne die geringste Entschä-digung für den Lönig Philipp, den Feindenüberließe/ dann würden sie sich an diesem großen Opfervollkommen begnügen und in allem übrigen, so noch nichtberichtiget, ebenfalls aus Liebe zum Frieden willig nach-geben. — Er machte hiervon dem Herzog von Marl-borough die erste Eröfnung. Diese mußte diesen Feld-herren in nicht geringe Entzückung versehen. Er erhobdas kluge, annoch zu rechter Zeit geschehene Nachgeben^ des Königs und seines Ministers. Nunmehr sagte er,

> könne er hoffen seine Tage in Ruhe hinzubringen. Sogar brach er gegen den Marquis in Lobpreisung der an-bctcnSwürdigen Leitung der Vorsehung aus über die er-staunenowürdigen Vortheile, welche dieselbe den ganzen

Krieg