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Dritte Abhandlung.
lenciennes und S. Omer, als Bürgen und Pfänder derköniglichen Zusage so lang übergeben, bis der KönigKarl N> zu ruhigem Besitz der spanischen Krone undWestindiens gelanget seyn würde; und da der Marquisdiesen Vorschlag mit Unwillen verwarf, so vergrößer-ten sich die Schwierigkeiten, und das Mißtrauen derBundsgenosten, daß Frankreich zur Abtretung Spa-niens nicht aufrichtig geneigt sey, mehrete sich. Torcy selbstmußte besorgen, die ganze Unterhandlung möchte überdiesen einzigen Punkt stranden.
Jedoch die Bevollmächtigten thaten Versuche, obsie indessen, bis angenehmere Auskunftsmittel vorge-schlagen werden konnten, die Artikel wegen Savoyenund des deutschen Reiches berichtigen möchten? Esschmerzte Frankreich sehr, auch nur das mindeste vonseinem Eigenthum an den Herzog von Savoyen abzu-treten. Zu Versailles war es noch unvergessen, daßdieser Prinz aller Verbindung mit dem Hause Bour-bon abgesagt, mit welchem er doch durch das Blut sogenau und vielfältig verbunden war; daß er öffentlichdie Parthey der Bundögenossen ergriffen und durchseinen Uebergang das allermeiste zu dem so vielfältigenUnfall der französischen Waffen in Italien beygetragenhabe. Man beredete sich an diesem Hofe, wenn derHerzog standhaft bey Frankreich ausgehalten hätte, sowürde der ganze Thronfolgekrieg eine andere und Frank-reichs Entwürfen vollkommen günstige Wendung er-langt haben. — Diesen Prinz sollte nun Frankreichdurch Ueberlassung einiger seiner eigenthümlichen Be-sitzungen mächtiger machen? Aber hatten sich nichtauch manche Staaten harte Gesetze von Ludwig XIV sosehr sie auch solches schmerzte, müssen gefallen lasten! —Die Bundsgcnoffen erkannten die Wichtigkeit des Ue-bergangs des Herzogs zu ihrer Parthey. Derselbemußte auch neben der mächtigen ihm zugesagten Un-terstützung mit den glänzendesten Versprechungen er«