Ueber den spanischen Thronfolgekrieg. 14z
kauft werden. Und hat nicht immer das savoyischeHans den Umstand der Zeiten und die Vermehrung sei-ner Macht vorzüglich zu nuhen gewußt? Der Zeit-punkt war abhanden, diese Zusagen größtentheils aufUnkosten des allgemeinen FeindS in Erfüllung zu se-hen: — der Kaiser so wohl als die beyden Seemächtehatten sich auf das feyerlichste verpflichtet, nicht eher zuruhen, bis der Herzog entschädiget und befriediget sey.Kein Wunder daß dieser Artikel einer der schwersten desvorläufigen Friedens geworden, da Frankreich so unwil-lig nachgegeben, der Gegentheil aber so standhaft dieVortheile des Herzogs betrieb. Man foderte in demHaag weit mehrerö für diesen Prinz, als man bey denerstem Unterhandlungen gegen den President Rouille'gethan hatte. Frankreich sollte diesem Prinz die Festun-gen und Thäler Erilles, Fenestrelles, Chaurnontund pragelles abtreten, so daß der Mont Genevc vonnun an die Markschcidung zwischen den französischen undsavoyischen Staaten ausmachen sollte. — Vergeblichbeschwerte sich Torcs? über diese wichtigen und hartenFederungen: vergeblich wandte er den Mangel der Voll-machten in diese Folgerungen einzuwilligen vor: derStaaköpensionair Heinsms, als auch der Herzog von^arlborough legten ihm eine Abschrift des ingeheiintvik dem Herzog eingegangenen Vertrags vor, Kraftbesten sich die Bundsverwandten verbindlich gemacht,diesem Fürst nebst den gedachten Festungen auch nochBriancon, Mont - Dauphin, das Fort Barrault, samtder Stadt und Hafen Monaco in Italien, also einenbeträchtlichen Theil von dem Dauphine' zu verschaffen.—Jedoch mit den erstgsdachten Abtretungen würden sichdie Bundsgenossen, nicht aber der Herzog selbst befrie-digen lassen-Nach vielem Kampf und Widerstand,
über auch erst nach erlangter besondrer Vollmacht, konntesich der Marquis entschließen den Bundögenossen fürben Herzog zu entsprechen, dessen Vortheile ihnen so
sehr