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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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Dritte Abhandlung.

sehr angelegen waren. Zu diesem Nachgeben trug der dUmstand auch vieles bey, daß die gedachten Festungen siund Thäler dazumal in der Gewalt des Herzogs sich be- Üfanden, und Frankreich zu deren Wiedereroberung da- ^zumal gar keine Hofnung vor sich sahe. si

Etwas eigenes bey diesen Unterhandlungen war es, ^daß man gleichsam jede Stunde die Gegenstände der §Berathschlagungen abwechselte. Konnte man über die ^Art, wie Spanien sollte abgetreten werden, sich nicht ^vereinbaren, so ergriff man den Artikel der Befriedigung ^des Hauses Savoyen. Aber auch dieser wurde, ehe ^man sich verglichen, auf die Seite gesetzt und der Arti» ^kel, wie der Kaiser und das Reich könnten gesichert wer- ^den, kam auf das Tapet. — So endigten sich vieleUnterredungen, ungeachtet der engen Schranken derZeit, ohne daß weder über den einen, noch den andern ^Gegenstand von der ersten Wichtigkeit, eine gänzliche ^ ^Berichtigung wäre festgesetzt worden. j

Der Artikel wegen des Elsaß führete eine Menge >Schwierigkeiten und Mißverständnisse mit sich. Die <Bevollmächtigten schwatzten hierüber ohne daß ein ein- ^zigcr aus ihnen von der Angelegenheit, welche sie doch ! ^

berichtigen sollten, richtige Vorstellungen hatte und ! lnoch weniger genügsame Kenntniß des jetzigen und ehe- >maligen Zustands dieses Landes besaß. — Der Prinz 1

Eugen, der anfänglich den Unterredungen im Namen '

des Kaisers allein beywohnete, ein Herr, den die Natur >zu einem vollkommnern General, als zu einem Feie- ^densuntcrhändler gebildet hatte, machte einmal gegenden Marguiö und den Herrn von Rouille' die Anmer-kung, sie hätten ihre Vortheile dadurch, daß sie in alleFederungen Englands und der Niederlande gewilliget,wohl zu beobachten gewußt; und so gleich verlangte ernicht nur die Rückgabe von Straß bürg, sonderngar von ganz Elsaß. Nur dann sey das Reich geg^