Buch 
Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
Entstehung
Seite
145
JPEG-Download
 

Ueber den spanischen Thronfolgekrieg. 145

die Unternehmungen Frankreichs sicher gestellt. Erfügte den gewohnten Unterschied von dem Kaiser alsOberhaupt des Reichs, und als dem Oberhaupt seinesErzhauses bey; er gab zu, daß vielleicht das österreichi-sche Haus sich mit den Vortheilen, welche ihm Frank-reich zugestehen wollte, begnügen könnte: allein alsKaiser liege ihm ob für die Sicherheit jedes Glieds desReichs besorgt zu seyn. — Die Foderung selbst andas Elsaß war hinlänglich genug, die französischen Be-vollmächtigten mißvergnügt zu machen; da man abervon dem Prinz zu wissen verlangte, welch eine Bestim-mung diese Landschaft bekommen sollte? so wankte erund widersprach sich selbst nicht selten. Bald sagte er,der Kaiser sollte das Elsaß so bescher,, wie vor dem mün-sterschen Frieden; daß die zehrn ehemaligen ReichsstädteNochmals die Reichöstandheit erhalten, jedoch aber beson-dre Verordnungen über die Landgrasichasc Esiaß konn-ten gemacht werden. — Man schwahte verworrenüber die ehemaligen Rechte der Landgrafen des Elsaß,

! und der Landvogtey über die zehen Reichsstädte. Manwidersprach sich, und keiner konnte den Gegentheil er-bauen, noch weniger zu Annehmung seiner Gesinnungenbewegen. — Sahe Eorcy die Foderungen für allzustark und die Hindernisse für unübersteiglich an, so ver-langte er so gleich von dem Herrn Heinsrus die Aus-fertigung der benothigten Paßporre zur Rück-reise. Immerzu wurde der Pensionair, der den Frie-den sehnltch wünschte, der bey dessen länger», Verzugeine Art von Abhänglichkeit der vereinigten Niederlandevon England mit Unwillen vor sich sahe, durch solcheFoderung geschreckt. So gleich gedachte er auf Mittel,wodurch die Gemüther und Federungen einander nähergebracht werden könnten. Nicht imnwr erreichte erzwar damit seine gute Avsicht, der Herr von Eorcy ließsich indessen dadurch bewegen, noch auf einige Tage seineAbreise zu verschieben. — In den» gegenwärtigen

K Lall