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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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Ueber den spanischen Thronfolgekriegt

Bey einer nachherigen Unterredung erhitzte sich derPrinz nach des Marquis Bemerkung so sehr, daß er imEifer behauptete, der Kaiser habe gerechte Ursachen sei«nem Hause eine Landschaft wiederum zu verschaffen, diedasselbe durch den münsterschen Frieden an FrankreichjU überlassen, gemüßiger gewesen: — die dermalige

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»sors der Theologie aus. Dieser protestantische Ge-kehrte konnte das Glück seiner Vaterstadt nicht genug»preisen, daß, durch die Einverleibung mit dein»Etaatükörper Frankreichs, die Bevölkerung Straß-»burgs vermehret, die Handlung erweitert, Künste»und Wissenschaften in Aufnahme gebracht, oas Dlur»der Einwohner durch Sie Vermischung mir Gal-liens Söhnen uns Töchtern verdünnet, das rau-che deutsche Wesen abgehobelt, und Sie liebens-„ würdigsten Geschöpfe aus den groben Reichs-»bürgern herausgearbeitet worden. Das Glück»Frankreich zuzugehören sey mehr werth, sagte er,»als alle Freyheit, welche die deutschen Kaiser der»Stadt hatten geben können." — — Welch un-befangenes, die wahre Freyheit schätzendes Gemüthwird nicht gestehen, daß es schwerlich möglich sey dieniederträchtigste Schmeichelet) und die knechtischen Ge-sinnungen höher zu treiben, als in dieser Rede gesche-hen ist. — So dachten doch die wenigsten Straßbur-ger zehen Jahre vor dem so höchst glücklich gepriese-nen Zeitpunkt der Einverleibung der Stadt mit deinEtaatskörper Frankreichs, als sie um Hülfe bey denevangelischen Ständen der Eidgenossenschaft ernstli-che und öftere Ansuchung thaten. Ich berede michauch, die Bürger der deutschen Reichsstädte zu Nürn-berg, Frankfurt, Ulm — Edle und Unedle, sehenihre diesmalige Reichsstandhcit und ihren Antheil andem Staatskörper Deutschlands noch nicht für ihrgrößtes druckendes politisches Unglück an. Oder,irre ich mich, sie sehnen sich nicht nach dem Zeitpunkt,da durch Galliens Söhne ihr rauhes deutsches We-sen abgehobelt, und sie zu den liebenswürdigsten Ge-schöpfen aus den diesmaligen groben Reichsbürgern

herausgearbeitet werden?-