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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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151
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Ueber den spanischen Thronfolgekrieg. izi

nahmen die französischen Bevollmächtigten auf sich, deß-wegen einen Kourier an den König abzuschicken, um des-sen endliche Gesinnung für den einen und den andernPunkt zu erfahren. So lang sollten alle Kriegsunter-nehmungcn ruhen, und erst dann anfangen, wenn diekönigliche Willensmeinung den Bevollmächtigten derBundsgenossen nicht annehmlich seyn sollte. — Diesalles erfolgte. Frankreich gewann dadurch einen Auf-schub der Kriegsunternehmungen, vor welchen ihm nichtwenig grauete. Es hatte Ursache zu besorgen, wenndieselben gleich einer der vorhergehenden unglücklich seynsollten, daß ihm alsdann die Friedenöbedingnisse nochmehr würden erschweret werden.

Aber schon der erste Artikel des von dem PresidentM Schrift gebrachten Memorials wurde anstößig gefun-den , und mit nicht geringer Hitze von beyden Theilentheils angefochten, theils vertheidiget. Nach demselbenverpflichtete sich der König in Frankreich zu nichts an-deren, als den König Philipp sich selbst zu überlassenund feine Kriegsvölker zurück zu berufen. Also, versetzteMan, würde Frankreich die Früchte des Friedens alleingenießen zu einer Zeit, da die Bundsgenossen annoch ei-uen sehr abgelegnen und deßwegen schweren Krieg füh-ren müßten. Die Vortheile des Kriegs müßten zugleicher Zeit allen in denselben verwickelten NationenZufließen. Man hielt den beyden französischen Bevoll-mächtigten das Betragen ihres Königs gleich nach dempyrenäischen Frieden zu Gunsten der Portugiesen nocheinmal mit Erbitterung vor. — Sie bestunden dar-auf, alle Arbeit den Frieden zu erhalten sey vergeblich,wenn Ludwig XIV. nicht eine bestimmte, genaue undthätliche Versicherung ertheilte, daß der König Philippunmittelbar, wenn man sich über alle übrige Punkte ver-glichen hätte, Spanien verlassen sollte, denn nur ausdiese Weise könnte dem König Karl der ruhige Besitz

dieses Staats versichert werden.-So ernstlich

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