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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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155
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lieber den spanischen Thronfolgekrieg. 155

der K. Philipp sich geweigert Spanien selbst zu verlas,sen, dann würde sein König durch nichts gehindert wor.den seyn, das äußerste gegen seinen Enkel anzuwenden.Dieses Mittel würde aber niemals nothwendig wordenseyn. — Auch jetzo sey es noch Zeit demselben diesengeringen Ersatz zuzuwenden. — Vergeblich. DieAntwort war, man wolle nicht umstoßen, was einmalberichtiget, was schon zugegeben sey.

Dorcy wurde durch diesen Scbulschluß der nieder,landischcn Abgeordneten, besonders des Herren vonder bey jeder Gelegenheit seine Wissenschaftenund Beredsamkeit zeigen wollte, in nicht geringe Ver-wirrung gebracht: entweder wird der K. Philipp sichden Rath oder Befehl des Königs seines Herrn Groß-vaters gefallen lassen, welches, daß es geschehe, wirwünschen; oder aber er wird alle Kräfte daran setzen,um sich aus dem spanischen Throne zu behaupten. Er-folgt das erstere, so kostet es den König in Frankreichnichts ferner, als unsern Kriegsvölkern drey Festungen inden Niederlanden als ein Pfand zu übergeben, welche,so bald der Friede selbst zur Erfüllung kommt, wiederan seine Krone zurückfallen. Sollte das zweyte sich zu-tragen, so bezeuget alsdann der König vor aller Welt,und besonders gegen die spanische Nation, daß er auf-richtig entschlossen sey, das Elend des Kriegs zu been-digen, und dem König seinem Enkel weder mittelbareNoch unmittelbare Hülse zu leisten, da er zur Versiehe,rung seiner königlichen Zusage seine eigenthümliche Fe-stungen denBundsgcnossen für eine Zeit anvertrauet.—Mir der Gegenantwort, ein solcher Vorschlag beleidigedie Ehre des Königs, und daß er dazu weder den Wil-len noch die Vollmacht habe, — wurde auch diese Un-terredung, von der doch Torcy sich viel Gutes verspro.chrn, fruchtlos geendet.

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