Ueber den spanischen Thronfolgekrieg. 157
geheimen Beystand erhalten sollte, eine andere und stär-kere Versicherung zu ertheilen, als das königliche Wort.
Noch eine neue Federung des Herzogs von Marl-borough machte den Marquis mißvergnügt. Der Her-zog widersetzte sich bey dem Artikel, .der die Handlungnach dem spanischen Westindien betraf, dem Ausdruck,daß dieselbe auf denjenigen Fuß wieder hergestellt wer-den sollte, auf welchem sie sich unter der RegierungKarls II. befunden habe. Er verlangte, daß dieserPunkt ausdrücklich gegen die französische Nation aus-schließend seyn sollte; und dieses zu Folge des großenBündnißes. — Torcy suchte gegen diese für Frank-reich nachteilige Foderung die Eifersucht der RepublikZu erregen: denn er bemerkte, wenn Frankreich auchdareinwilligte, würde die Handelschaft der niederländi-schen Kaufleute darunter leiden. Doch der Herr Heitt-frus versetzte mit seiner gewohnten Kaltblütigkeit: da dieRepublik sehr wenige Vortheile aus der westindischenHandlung ziehe, so könne sie auch die deßwegen gemach-ten Verfügungen mit Gleichgültigkeit ansehen. —Warum, fragte darauf Torcy, bestrebet ihr euch dennmit so vieler Hartnäckigkeit dem Hause OesterreichSpanien und Westindien zuzuwenden, wenn ihr ausder dortigen Handlung keine, oder nur schwache Vor^theile einerndet? — Weil es für die allgemeine RuheEuropenö eine Nothwendigkeit ist, Frankreich alle Mit-tel zu entziehen, durch die es seine Macht vergrößernkann. — Dieser von den Feinden angenommeneGrundsatz, oder vielmehr dieses Steckenpferd, schreibtder Marquis in seinen Denkwürdigkeiten, ist das Funda-ment aller ihrer ungerechten Federungen. ")
Allein eben diese Foderung des Herzogs erwecktebey dem Herrn von Buys, der dieselbe aus Grund-
sahen
2) Man sehe die IVIemoires äs l'orc/ D II. S- 104.