Buch 
Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
Entstehung
Seite
158
JPEG-Download
 

i;8

Dritte Abhandlung.

sähen eines scharfsichtigen Kaufmanns auf die Zukunftbeurtheilte, nicht wenigen Anstoß. Selbst der StaatS-pensionair wurde nach des Herzogs Austritt aus derVersammlung, durch die beyden Bevollmächtigten sei-ner Nation, aus seiner Fassung gebracht. Die Anmer-kungen, welche sie zusammen in Gegenwart des franzö-sischen Bevollmächtigten über die eigennühigen Absichtender Engländer machten, veranlaßten eine sehr hihigeUnterredung unter ihnen selbst, aber in der niederländi-schen den Franzosen unbekannten Sprache. — DieEifersucht gegen England stieg zu solcher Gährung, daßdie Herren von Buys und von der Dussen sich nichtenthalten konnten, den Herrn von Dorcy merken zu las-sen, die Republik trage ein aufrichtiges Verlangen mitseinem König gleich nach geendetem Kriege eine genaueVerständniß zu errichten. — Man sagte ihnen aber,wenn die Bevollmächtigten oder die Republik selbst solchemit ihrem wahren Vortheil übereinstimmende Gesinnun-gen hege, sollten sie den Vortheil des Königs nicht mitsolcher Heftigkeit anfeinden: desto mehr, da der geheimeStaatSminister des Königs ihnen schon bey dem An-fang der Unterhandlungen zu erkennen gegeben, daß derKönig auch an seinem Theil fest entschlossen sey, alleBeweise seiner aufrichtigen Zuneigung und Beförderungdes wahren Interesse der Republik derselben zu erthei-len. — Jedoch in der Folge hieng die Republik un-zertrennlich an England, so gar fanden es die Bevoll-mächtigten nützlich, ihre angefachte Eifersucht geheimzu halten.

Indessen sahe es doch der Marguis je länger je mehrein, daß die Erlangung eines vorläufigen Friedens, —^beyden waltenden Gesinnungen, da man sich über dieArt, wie dem König Karl >ll. der ruhige Besitz vonSpanien sollte versichert werden, und wegen des Elsaß,so wie auch des Herzogs von Savoyen, noch gar nichtverglichen hatte, -7- unmöglich zu Stande gebracht

werdet»