-74
Vierte Abhandlung.
schweren Unkosten für die Kriegsheere gleich stark alsin dem noch offnen Kriege selbst fortgehen. — Sollteaber die Räumung der spanischen Monarchie in der be-stimmten Zeit, wie höchst wahrscheinlich sey, unmöglichfallen, sv werde nicht nur der Krieg fortgesetzt, sonderndie Feinde hätten alsdenn den Vortheil, vermittelst der ih-nen abgetretnen Grenzfestungen so gleich in das Herzdes Königreichs einzudringen, und so mit dem Königund der französischen Nation zu handeln, als dieselbennach ihrem eingewurzelten Hasse schon langst gelüstet ha-ben. -Da null der König immer sein Vertrauen
auf die Leitung des Höchsten sehe, daß derselbe seineWaffen segnen, und endlich das Mittel zu einem ge-rechtem und dauerhaftem Frieden anweisen werde, —so vertraue er auch auf die französische Nation, daß die-selbe, da sie das Ungemach eines unglücklichen Kriegsso lang standhaft ertragen, in dieser ruhmwürdigen Ge-sinnung, bis ein anständiger Friede behauptet werdenkönne, fortfahren werde."
Dies Mittel, zu welchem sich der König, gleichnach der Rückkunft seiner beyden Bevollmächtigten, desMarquis von Torcy und des President von Rouille',von der Friedcnshandlung in dem Haag, herabließ, ent-stammte die so sehr darnieder gedruckte französische Na-tion zu dem lebhaftesten feurigsten Eifer, das Blut ih-rer so sehr verminderten Kinder und auch den letzten Hel-ler willig daran zu setzen, daß die Ehre des Königs undder ganzen Nation gerettet werden könnte.
Aber der Feldzug des l7o<)tcn Jahrs, den der Kö-nig so ausnehmend eifrig abzuwenden gesucht hatte, gabseinen Waffen noch nicht das Uebergewicht über diefeindlichen. Das französische Kriegsherr wurde beyiltttlpllrqlirr mit sehr empfindlichem Verlust, ob gleichnach tapfern Widerstand, zur Flucht gebracht. Warengleich die Feinde durch diesen Sieg nicht wenig
schwächk,