Ueber die Unterhandlungen zu Gertruydenberg. rz?
geringsten Theil von einer Monarchie zu fodern, anwelche er gänzlich keine rechtmäßige Ansprache habenkönne."
Schwerlich sind auf altern Friedensunterßandlungenso viele Moral- und Gewisscnsangelegenhciten, als aufdieser vorgetragen morden. Beyspiele aus der neuern^ Geschichte, die man diesen Behauptungen und Schluß-folgen entgegen sehen konnte, würden so gleich, als au?die gegenwärtigen Umstände nicht passend, verworfenworden seyn: die erst vor zwey und zwanzig Jahren vondem verstorbnen König Wilhelm so glücklich ausgeführteEroberung Englands, und die darauferfolgke Entthronungdes Königs Jacob: auch daß eben dieser Monarch, inGemeinschaft mit der Republik, vor dem Ausbruch desKriegs den Herzog von Anjou als rechtmäßigen Besitzerder spanischen Monarchie anerkannt hatten. — Aberes ist ein Vorrecht des glücklichern und siegenden Theils,Grundsätze, die dessen Interesse und der Lage der Sacheangemessen sind, anzunehmen, und solche dem muthlo-sen und besiegten Gegner als unwidersprechlich auf-zudringen.
Frankreichs Bevollmächtigte behaupteten, es seyhauptsächlich darum zu thun, daß die Hindernisse, wel-che der g 7 te Artikel dem Frieden in den Weg lege, ge-hoben werden, und daß man sich über ein AuökunftS"Mittel vergleiche, durch welches der Friede selbst zu! Stande gebracht werden könnte. Der Herr von Buys
^ hingegen bestund darauf, daß der z 7te Artikel der Pre-
Uminaren nicht der Hauptvorwurf der gegenwärtigen Un-terhandlungen sey, indem der König den gten Artikel sowie die übrigen annehme. Dieses unbegründete Vor-geben unterstützte er dadurch, daß das Wesentliche desZ?ten Artikels schon in dem qten Punkte enthaltenfey. — Daraus folge ganz natürlich, wenn der Kö-nig den gten sich gefallen lasse, so nehme er mit demsel-
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