Ueber die Unterhandlungen zu Gertruydcnberg. ,87
Bundsgcnossen niemals ein Gedanken aufgestiegenwäre. — »Der König sollte sich, um den Friedenzu erhalten, mit seinen bisherigen Feinden vereinbaren,um seinen Enkel, den er auf den spanischen Thron ge-seht, dessen wiederum zu berauben — " und dieses Be-dingniß wurde von den Abgeordneten der vereinigtenNiederlande, Ludwig dem Großen gerade zu, nicht sowohl vorgeschlagen, als vielmehr aufgedrungen. Diessollte doch ein Tag der Wiedcrvergeltung für die über-müthige Begegnung seyn, welche der König und seineMinisters, Louvois und Pomponc, in dem ,672^1,Jahre den Abgeordneten der Republik, von welchen Pe-ter de GroSt das Haupt war, erzeigten, als dieselbenin dem königlichen Lager auch demüthig um den Friedenbaten! So erfüllte sich die Hofnung gar nicht, welcheder Herr von p.ctkum den französischen Staaksbedicn-ken vorgewählet hatte, daß die Abgeordneten der Repu-blik alles, was in derselben Vermögen sey, zur Erleichte-rung des Friedens beytragen würden.
Die von den französischen Bevollmächtigten vorge-schlagenen Mittel, um den beyden noch anstößigen Ar-tikeln ihre Auskunft zu geben, bestunden darinn: „Sie> schlugen nochmals eine anständige Theilung der spani-schen Monarchie vor. Ungeachtet, sagten sie, der Kö-Uig Philipp sich zu mehreren Malen öffentlich erklärt,baß er den spanischen Thron nicht anders als mit seinemAbleben verlassen wolle, sey doch eine anständige Thei-lung das einzige Mittel denselben zu bewegen, sich mirdem ruhigen Besitze einer weit geringern Krone als derspanischen zu begnügen; indem er sonst sich in die Ge-fahr sehe, durch einseitigen Widerstand gar alles zu ver-lieren. — Sollte er aber diesen Vorschag, wenn dievereinigten VundSgcnossen solchen genehmigen würden,verwerfen; so verpflichte sich der König, demselben alleArten von Beystand, sie möchten Namen haben wie sieimmer wollten, zu entziehen. So gar wolle der Kö-