Buch 
Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
Entstehung
Seite
188
JPEG-Download
 

i83

Vierte Abhandlung.

!

nig sich anheischig machen, allen seinen Unterthanen, !Kriegsbedienten so wohl, als gemeinen Soldaten, unter !den strengsten Strafen zu verbieten, in den Dienst des !Königs Philipp zu treten. Sollten aber mit Hintan-schung dieses Verbots dennoch einige in den Dienst desKönigö angenommen werden, so wolle der König dieseAnnahme für nichts geringerö als einen Friedensbruchaufnehmen." ^

„Zu noch mehrerer Sicherheit des königlichen Wortserboten sie sich, vier befestigte Platze in denderlanden in die Gewalt der Republik zu über-geben, doch daß die Wahl derselben bey dem König ste-hen solle. Diese vier Festungen sollten gleichsam alsein Pfand der königlichen Versicherung, bis der Kriegin Spanien geendet sey, in den Handen der Herren Ge-neralstaaten verbleiben. Die Festungen, welche alsoder Republik übergeben werden, sollten seyn Bergen, ^Douay, Lharlemonr und Aire."

„Noch über dieses Pfand verpflichtete sich der Kö-nig so gleich, wenn die vorläufigen Friedensartikel aller-seits unterzeichnet seyn würden, der Republik diejenigen >Festungen zu übergeben, welche derselben Vormaur aus-machen sollten. Auch wolle man sich dazu verstehen,an die Schleifung DünkirchcnS und der Festungen indein Elsaß ohne Anstand Hand anzulegen."

Diese Anerbietungcn waren doch für die Bundsge-nossen, wenn sieden Frieden aufrichtig gesucht hätten,ein neuer, nicht geringer Beweis, daß Frankreich siedurch eine verstellte Unterhandlung zu hintergehen keineAbsichten habe, so wie es dessen beschuldiget wurde. Eshätte sich selbst betrogen, um den König Philipp auf deinThron von Spanien zu erhalten. Es hätte über das ei-nen Beweis von schlechter Staacsklugheit gegeben, wennes seinen Feinden, die ihren eignen Vortheil gar wohl