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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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191
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Ueber die Unterhandlungen zu Gertruydenberg. «gr

So wenig der Herr von Buys, mit dem Still-schweigen des von der Dusten, die königlichen Bevoll-mächtigten von der Rechtmäßigkeit ihrer Foderungcnbey dieser erstem Unterredung zu Gertruydenberg über-zeugte, so wenig machten die Anbietungen des Königsauf die Abgeordneten Eindruck. „Die in den Nieder-landen angetragenen vier Festungen hieß es, sollten nichtin der Wahl des Königs stehen, die Bundsgenossen ha-ben sich die Bestimmung derselben vorbehalten. —*„Ein solches Pfand möchte wohl eine Bürgschaft fürdie Zusage des Königs seyn, allein es ertheile doch keineSicherheit für die wesentliche Abtretung Spaniens, deneinzigen Vorwurf so vieler Verträge, Aufwands undDarsehung aller Kräfte von Seiten der BundSverwand-ten. — Die Zurückrufung der französischen Kriegs-völker werde den Krieg in Spanien noch nicht been-den. — Der Herzog von Anjou könnte sich noch langemit der eignen Macht Spaniens vertheidigen. — Seyihm gleich der Beystand Frankreichs entzogen, so werdeer gar leicht aus Irrland, der Eidgenoßschaft undDeutschland Soldaten und Kriegsvölker an sich ziehenkönnen. —- Durch diese oder andre Mittel könnte erdie Krone noch so lang streitig machen, bis dieser neueKrieg die Bundsgcnoffcn gänzlich erschöpft hätte. —In aller dieser Zeit würde Frankreich den Frieden ge-Niesten und gelassen zusehen, indessen die Bundsgenosscnihre Kräfte in dem entfernten Spanien verzehrten. —Freylich habe es den Anschein, daß der König mehr an-biete, als man von ihm gesodcrt härte; die geheime Ab-sicht aber ziele dahin, Mißtrauen unter den Vundsge-Nossen zu erwecken, und dann alle zusammen so baldsich dazu Gelegenheit finden würde, zu hintergehen. — ^Nur auf diesen Gesichtspunkt hin werde man die franzö-sischen Kriegsvölker aus Spanien zurückberufen: So^volle man fich außer den Fall setzen, die Foderung derBundegenossen ablehnen zu können, daß Frankreich kei-

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