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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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208
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Vierte Abhandlung.

Auch hier wurde eine bestimmte Erklärung zurückge-halten. — Eö hieß: „Sie seyen einzig hier, um dieAn-erbietungen des Königs zu vernehmen. Von ihrer Sei-te seyen sie nicht bevollmächtiget Anerbietungen zu thun.

— Verlangt Frankreich, fügten sie doch hinzu, eine bil-lige Theilung, so werden die,Generalstaaten all ihr An-sehen daran wenden, um dieselbe ihren BundSgenossenzu belieben. Aber in voraus können wir euch versichern,daß diese Theilung nur dann, wenn man ihr sehr mäßigeSchranken setzet, angenommen wird; und zwar noch un-ter dem Beding, daß der König sich förmlich verpflichte,seinen Enkel zu Annehmung derselben, also zur Abtre-tung Spaniens, es sey durch Vorstellungen oder durchdie Waffen, zu zwingen. — "

Aber die den beyden französ. Gesandten erst neulichÜbermächte Antwort ihres Königs ließ sie an dessen Ge-sinnungen, die Waffen gegen den König in Spaniennicht zu gebrauchen, im mindesten nicht zweifeln, wenndemselben nichts anders als Sicilien angewiesen würde. —-Dieses Ultimat des Königs hatten sie den beyden Abge-ordneten der Republik schon mehrmal, noch ehe sie dieletzter« Befehle desselben erhalten, zu verstehen gegeben.Nun befanden sich die Unterhandlungen abermals in ei-ner solchen Lage, da die Niederländer dieselben gänzlichaufzuheben entschlossen waren, und nur einen Vorwandwünschten, das Verhaßte dieser abermaligen fruchtlosenTrennung den Franzosen zur Last zu legen. — Unfehl-bar wäre dies erfolget. Man hätte denen, so die Fort« jsetzung des Kriegs verlangten, scheinbaren Vorwand er-theilt, sie zu beschuldigen, daß sie dem Frieden immerzuunübersteigliche Hindernisse entgegen setzten, da es dochnur bey ihnen gestanden, solchen unter gar anständigenBedingnissen zu erhalten. — Vieles lag dem König da-ran diese Zulagen, diese nachtheiligen Urtheile von sichabzulehnen. Deßwegen anstatt gerad heraus zu gehen,verlangten sie nochmals, und unterstützten ihr Verlangen