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Vierte Abhandlung.
ein solcher Obmann, oder Friedensmittler nothwendiggewesen, so war. es diesmal. Durch desselben Vermit-telung, oder Entschied hatte einem traurigen, zehen Jah-re gedauerten Krieg leicht ein glückliches Ende auf-erlegt werden können. Nur ein einziger freylich wichti-ger Punkt blieb noch unentschieden. Eine mächtigeMonarchie sollte von einem Prinz, der noch die weit be-trächtlichere Hälfte derselben in seiner Gewalt hatte, derdurch vielfältige Feinde geschwächt war, dennoch abernicht geringe eigenthümliche Hülfsmittel besaß, abge-treten werden, gegen eine Entschädigung, die kauin denzwanzigsten Theil des Ganzen ausmachte, da das so erabtreten wollte, das, so man für ihn verlangte, zehen-mal an Wichtigkeit übertraf. Eigentlich sollte hier ent-schieden werden, ob ein König seinen Enkel durch dieWaffen zwingen solle, eine der mächtigsten Kronen miteiner der geringsten zu vertauschen. Der König weigertesich dessen, weil der Tausch allzugering sey, er wolle sichaber zu diesem äussersten, die väterliche Zärtlichkeit undgleichsam die Natur verletzenden Mittel verstehen, wennder Tausch oder Theilung größer gemacht, und auch dannder Enkel sich weigern sollte dieselbe anzunehmen. — Un-streitig würde der Mittler aus Gründen der Natur undder Staatöklugheit die Theilung größer gemacht, unddadurch allem Zwiste ein Ende gefunden haben: dannwäre auch höchst wahrscheinlich der unangenehme Fallverschwunden, da der Großvater den Enkel bekriegensollte.
Aber eben dieses befürchteten die Abgeordneten, alsihnen die französ. Bevollmächtigten einen Mittler vor-schlugen. Sie sahen es in voraus, daß derselbe die Thei-lung billiger gemacht hätte, als sie solche zu bewilligen be-vollmächtiget gewesen. — Sie wollten eö nicht einmalauf sich nehmen, diesen ganz heilsamen Entwurf ihrenObern zu hinterbringen, sie verwarfen denselben in ebendein Augenblick da er ihnen beliebet wurde. Aber zwey
Jahr-