Ueber die Unterhandlungen zu Gertruydenberg. sr i
Jahre nachher, wie vieles hatte man nicht daran gesetzt,wenn dieser Entwurf genehmiget worden, gesetzt auch daßdes Mittlers Ausspruch den Franzosen in allen Theilengünstig gewesen wäre. — Alle europäische Staaten hat-ten bey einer Vermittlung ihren wahren Vortheil gesun-den. Derjenige so dieses ehrenvolle Amt, sagt derMarq. von Torcp, ohne Partheylichkeit auf sich genom-men, hatte gleich stark so wohl für das allgemeine Besteals für seinen eignen Ruhm zu einer Zeit gearbeitet, daer die Schwierigkeiten gehoben, welche die entgegenste-henden Federungen der in dem Krieg befangnen Mächtebeynahe unübersteiglich gemacht haben.
Nicht nur wurde von den Abgeordneten der Repu-blik dieser in der Vernunft, in den zwar verjährten Völker,sitten und in der Staatöklugheit gleich stark gegründeteVorschlag, einen Mittler anzunehmen, verworfen: son-dern gleichsam allen fernern Unterhandlungen durch die-sen Machtspruch ein Ende gemacht: „wozu dienen fer-nerc Unterredungen? Die Unterhandlung ist vergeblich,wenn euer König sich nicht entschließt und Versicherungertheilt, daß er seine Macht mit der Macht der Feindeseines Enkels vereinbaren wolle, um denselben zu zwin-gen seiner Krone zu entsagen. — Unsre fernere Foderun-gen aber behalten wir bis nach Unterzeichnung der vor-lausigen Friedenöpunkte zurück." °)
Friedensunterhandlungen, bey denen der eine Theileinen so unerträglich hohen Ton an sich nahm, mußtendoch auch bey dem schwächer» Theil endlich alle Ge-duld wegscheuchen. Dennoch verschmerzten der Mar-schall von Huxelles und der Abt von polignac denheimlichen Verdruß, der sie in ihrem Innersten nagete.In eben dem Maße als der König um den Frieden zu
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») Man sehe die Uemoires 1 . II. 214.