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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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Vierte Abhandlung.

erleichtern nachgab, vermehrte man die Anfoderungen.Der Vorbehalt, die sogenannten Oem-mäeü ulteri eureserst dann, wenn ohne Ausnahme alle Preliminarien un-terzeichnet seyen, bekannt zu machen, ließ den Bundsge-noffen immerzu eine weite Porte offen, den eigentlichenFrieden so bald sie nur wollten, in das weite Meer hin-aus zu stoßen. Die mühvollsten Unterhandlungen muß-ten durst) eine solche ungleiche Art zu denken und zu hand-len unnütz werden. Dennoch konnte Frankreich es beyder unpartheyischen Welt verhüten, daß die Aufhebung derUnterhandlungen nicht ihm zur Schuld angerechnet wurde;und wie hatte wohl dieses geschehen können, da der Königsich schon in dem vorigen Jahre verpflichtet hatte, in derZwischenzeit von den unterzeichneten Preliminarien an,bis zur Unterzeichnung des Friedensschlußes selbst, die-jenigen Festungen eigenthümlich abzutreten, welche dieRepublik theils für sich selbst, theils als Vormauren fe-derte; — noch mehr: vier Festungen als ein Pfand fürdie Sicherheit seiner Zusage, bis auf die Erfüllung der-selben, in ihre Hände zustellen; überdies andere Festun-gen zu schleifen, welche den BundSgenossen bis dahinFurcht erwekten, und da er sich bey den Unterhandlungenzu Gerlruydenberg noch zu mehrerm Nachgeben ent-schloß. —

Dazumal, mit dem Ende des Aprilmonats, warmander Eröfnung des Feldzugö allernächst. Der König inSpanien war so gar über das allzugroße Nachgeben deSKönigs in Frankreich, wie solches seinen StaatSräthenvorkam, mißvergnügt. Man beredete sich an dem Ho*fe dieses Prinzen, man opfere in Frankreich aus brünstl'gem Verlangen nach dem Frieden zu vieles, seine eigeneund der Krone Ehre auf. Ein Stral von Glück erhö-het an dem Hofe zu Madrit den Muth, wahrscheinlichüber den Rath der Klugheit. Der König schmeicheltesich er wisse Mittel, sieb durch eigene Kräfte gegen faviele und mächtige Feinde zu erhalten. Man hatte

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