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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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! Ueber die Unterhandlungen zu Gertruydenberg. 2iz

j ungeachtet des Abzugs der Franzosen ein beträchtliches

j Kriegsherr auf die Beine gebracht. Dieses war mit al-len Erfoderlich^eiten wohl versorget; getrost auf die Liebeund Zuneigung der Unterthanen, erweckte der herannahendeFeldzug bey diesem Prinz mehr Hosnung als Schrecken.Er wollte aus Besorgniß, Frankreich möchte ihn zuletztgänzlich zum Opfer seiner Friedenssehnsucht machen,es versuchen, ob es ihm unmittelbar gelingen möchte, dievereinigten Niederlande entweder zu einem besondern Frie-den zu bewegen, oder doch wenigstens durch Erhaltungeigner besondrer, wichtiger Vortheile, sich zu seinem Be-sten gegen die Bundsgcnojsen selbst zu erklären. Er gabfeinem Gesandten an dem französischen Hofe, dem Her-zog von Alba Befehl, er sollte durch den Graf vonBerg-hes, der als Resident zu Brüssel bey dem Kurfürst vonBayern sich aufhielt, mit Vorwissen' des französischenHofs eine Unterhandlung mit der Republik einzuleitenkrachten. So bald dieselbe in den Gang gebracht wor-den, machte der spanische Gesandte von ihrem Fortgangdem französischen Hofe ein Geheimniß. In wenigerZeit offenbarte es sich, daß diese geheime Unterhandlungeben so wenig als die französische einen glücklichen Aus-gang erzwecken würde. Der Graf von Bcrghes, derdieselbe angeratheu und vornehmlich betrieben hatte,fand wenige Ursach sich deßwegen groß zu machen. Erhatte sich vergeblich geschmeichelt die Republik gegen vor-teilhafte Anträge geneigt zu finden, welche ihr von demKönig in Spanien, ohne durch das Mittel von Frank-reich, konnten gethan werden.

Diese fruchtlose und zum Theil vor Frankreich ge-heimgehaltene Unterhandlung verursachte doch keine nach-teilige Veränderung der Gesinnungen des Königs Lud-wig gegen seinen Enkel. Der letztere hatte zwar einKriegsherr aufstellt, das zahlreich genug war, zurVertheidigung dessen was der König annoch in Spanien°ksaß, und den feindlichen Unternehmungen sich zu wider-

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