Ueber die Unterhandlungen zu Gertruydenberg. srz
ken die französischen Bevollmächtigten aus verschiedenenholländischen Städten Nachricht, daß die Staaten sichgeneigt erweisen werden Sicilien und Sardinien, nebstden Festungen auf der Toscanischen Küste, dem KönigPhilipp zu überlasten, falls derselbe sich darmit begnügenwürde. Auch der Hr. von perkum, ein Mann, derum sich wichtig zu machen, seine Wünsche und Vermu-thungen für schon feste Entschließungen dargab, — be-stätigte diese angenehmen Nachrichten mit dem Zusaz,daß die Staaten sich noch niemals so jehr als dermal nachdem Frieden gesehnet haben. Doch die erste Unterredungbey dieser Zusammentrekung zernichtete bald diesen eitel»Traum. Nichts konnte friedfertiger seyn, als des Hr.vonBuys weitlauftige Anrede an die beyden Bevollmäch-tigten. Allein nachdem er alles wiederholet, was er beyden vorigen Unterredungen schon vorgetragen, endigte erdarmit, die Herren Generalstaaten würden endlich ihrenlehten Entschluß abfassen, „wenn der König darauf be-stehe einen Friedensmittler anzunehmen; wenn er Erläu-terung der Oemsuäes ulteriemen der sämtlichen Bunds-genosten vor Unterzeichnung der Preliminarien verlan-gen ; — wenn er von der Republik eine Gewährleistungfür den Stillstand, bis zur Unterzeichnung des Friedens-schlußes selbst begehren, und auf der Abtretung Neapolis,und der Festungen verharren würde." An diesen har-ten Vorschriften war es noch nicht genug. Beyde Ab-geordnete versicherten, „daß alles Nachgeben, alle An-erbietungen von Seite ihres Königs unnühlich seyn, daßMan dieselben nicht einmal anhören würde, wenn der-selbe nicht die allerbestimmteste Erklärung von sich gebe,daß er seinen Enkel init Gewalt nöthigen wolle, sich mitdemjenigen Antheil zu begnügen, welchen ihm dieBunds-genossc» anweisen würden."
Was war diese übermüthige Sprache anders, alsvöllige Abbrechung aller fernern Unterhandlungen, ineben der Stunde da solche wieder angefangen wurden?
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