2l6 Vierte ^Wandlung.
was anders, als eine Selbstberedung, baß sie alle Zu-fälle in ihrer Gewalt haben; daß der Lauf der Dinge sichnicht anders als zu ihrem Vortheil ändern könne? Inder That waren auch alle Gegenvorstellungen bey den Ab-geordneten unnütz angewendet; sie mußten es auch seyn,weil sie nicht Gewalt hatten, im mindesten von der erhab-nen Vollmacht abzuweichen.
In einer zwoten Unterredung hörten die Bevoll-mächtigten ihre Gegner aus dem alten Tone reden. Siesagten zwar: ihre Herren seyen nicht gänzlich abgeneigtSicilien und Sardinien dem König Philipp zuzuwen-den, aber nicht anders als unter dem alten, Torcynennt es mit Recht ein Barbarengeziemendes — Beding,die Waffen wider denselben zu gebrauchen, wenn er sichdiese Theilung nicht wollte gutwillig gefallen lassen. —Nicht glücklicher konnte man sich über die Nothwendig-keit, die ferneren Foderungen anzuzeigen und denStillstand von der Unterzeichnung der Preliminarien bisauf den endlichen Frieden zu gewährleisten, verglei-chen, —- Die Hitze mischte sich so gar in diese zwoteUnterredung. Nach vielen unnützen Fragen und Ant-worten verließen die beyden Abgeordneten mit Entrüstungihren Platz, sie kündigten den Bevollmächtigten mittrocknen Worten an, daß diese die letzte Unterredungsey. — Und was hilft es, wenn Abgeordnete zu einemFrieden ihre Uebereilung, daß man durch seine heftigenLeidenschaften den Gegentheil und den, welchen er vor-stellt, empfindlich beleidiget habe, zu spät erkennen? Ebenso wenig, als da die Abgeordneten beschämt über ihreHitze sagten, ihr Wort allein solle die königl. Bevoll-mächtigten nicht vermögen, Gerrruydenberg zuverlassen. Die Anständigkeit, erheische es, daß derStaatspensionair selbst ihnen durch ein Schreiben denEntschluß der Generalstaaten wegen den abgebrochenenUnterhandlungen anzeige. — Würden diese beydenHerren sich nicht in ihren Ausdrücken gemaßiget haben,
wenn