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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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220 Mette Abhandlung.

keit, als der Herr von perkum, durch ein kahlesSchreiben ein so wichtiges Geschäfte aufkündigen durf-te: der in demselben sich einzig auf den Auftrag des Pen-sionairs und der Abgeordneten zu den Unterhandlungen,nicht aber auf den ausdrücklichen Befehl derGeneraistaa-ten berufte. —

Wirklich war auch diese Art, die Aufhebung der Un-terhandlungen anzuzeigen und die königlichen Bevoll-mächtigten zu verabschieden, nachher als die Lage der Sa-chen sich gänzlich änderte, ein Umstand, welchen Frank-reich mehr als einmal die Abgesandten der vereinigtenNiederlande empfindlich fühlen ließ.

Dem Herrn Heinftus schrieben die Bevollmächtig-ten: „Eine Zuschrift des Herrn von Petkum, der sich„auf dessen Auftrag berufe, zeige ihnen die Aufhebung„der Unterhandlungen an. Zugleich überbringe ihnen„ein Kourier die Paßporte von Seiten des Staats, um„sicher nach Frankreich abzureisen. Es thue ihnen leid,„daß sie vergeblich an der Wiederherstellung des Friedens„gearbeitet, daß also dadurch alle Anerbietungen desKö-„nigs um seinem Königreich und ganz Europa ein so„nothwendiges Gut zu verschaffen, als nicht gethan soll-ten angesehen werden. Sie erklären hiemit im Namen„des Königs, daß derselbe, da er über den z^ten Art.

„ der Preliminarien Unterhandlungen pflegen lassen, und zu ^„solchen seine Einwilligung gegeben, nunmehr von allen !„Verpflichtungen gänzlich befreyt sey." I

So mußte aller Unwille, daß der Friede hintertrieben ^worden, auf die Republik der vereinigten Niederlande,wenigstens auf die sämtlichen Bundsgenossen fallen. Al-le angewandte Künste, dieses auf die Rechnung Frank- ^reichs zu schieben, als ob diese Krone dem Frieden durch §Mangel des Nachgebens unübersteigliche Hindernisse ent-gegen gesetzt, waren vergeblich. Es mußte ganz Euro-pa sichtbar werden, daß die hatten Bedingnisse und der

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