Ueber die Unterhandlungen zu Gertruydenberg. 227
Philipp für die Königreiche Sicilien und Sardinien, ge-gen die Abtretung von Spanien und Indien, die kräf-tigste Gewährleistung ertheilen; das zweyte, daß sie allezusammen die vollständigste und genügsame Sicherheitgeben, daß der Friede selbst nach Ablauf der für denWaffenstillstand und die Räumung von Spanien be-stimmten Zeit von zwey Monate sollte geschloffenwerden. Die Abgeordneten weigerten sich das letztere Be-dingniß zu versprechen, nur wollten sie bewilligen, daßder Stillstand und die Räumung von Spanien, anstattin zween, nun in dreyen Monaten geschehen und daurensollte. — Vergeblich beschwerten sich darauf die Bevoll-mächtigten, daß bey den Abgeordneten keine aufrichtigeNeigung walte, dem Krieg ein Ende zu machen: daßsie immer auf dem verhaßten Bedingniß, Frankreich solleden König Philipp bekriegen, bestünden, da doch derZweck dieser Unterhandlungen sey, anstatt durch ganzverabscheute Wege, durch weit anständigere und gelin-dere Mittel, den Frieden zu erhalten. — Da dieselbenüber das die Schwierigkeit bemerkten, welche sich gegeneine solche seltsame Vereinigung natürlicherweise hervorthun könnte, und daß eö unmöglich wäre, daß Völker,welche ununterbrochen einander viele Jahre auf das hi-tzigste bekrieget, einmüthig handeln würden, — unter-brachen sie die Abgeordnete durch den Machtspruch, manMüsse es den Feldherren überlassen den Hindernissen undMißverständnissen abzuhelfen, welche sich in dem Laufder Kriegsunternehmungen ereignen würden. —
Nunmehr glaubten die königlichen Bevollmächtigten,sie hätten den Gegentheil so weit gebracht, daß die Dar-bietung von Hülfögeldern die erwünschte Wirkung thunwürde. Wäre eö nicht das allerbeste, wenn der Königfür seinen Antheil an dem Krieg gegen seinen Enkel, dieBundsgenossen mit Hülfögeldern unterstützte? — Wirk-lich mißfiel dieser Einschlag nicht; sie harken aber nichtVollmacht solchen anders als aufHinkerbringung an ihre
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