Buch 
Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
Entstehung
Seite
238
JPEG-Download
 

'->zA Vierte Abhandlung.

Friedens zu nutzen. Sie langten den i zten des Heu-»monats zu Gerrnrydenberg an.

Da die Abgeordneten verlangten, die Gesinnungendes Königs über den Auftrag zu vernehmen, den der vonpetkum namens aller Bundsgenossen den Bevollmäch-tigten gemacht; die Bevollmächtigten hingegen Antwortauf ihre letzthin gemachten Antrage erwarteten; keinTheil aber mit der wahren Sprache hervorrücktc, da dochvon der einen sowohl als von der andern Seite eine Ent-deckung und Erklärung nothwendig war, um die Unter-handlungen dem Ziel naher zu führen: so erweckte dieseHinterhaltsamkeit gleich Anfangs die gegründete Besorg-nis), es sey die Absicht der Abgeordneten, daß sich dieUnterredung abermals fruchtlos zerschlage. Sehr baldbewahrete sich auch diese Besorgniß. Der Herr vonBuys unterbrach das Stillschweigen, er erklärte in ei-nem ganz gesetzgebenden Ton, mit erhabener Stimme:„es sey der Wille der sämtlichen Bundsgenossen, daß eS„der König allein auf sich nehme, entweder durch Vor-„stellungen und Drohungen, oder aber durch die Was-„fen, seinen Enkel dahin zu bringen, dafi er sich der gan-„zen spanischen Monarchie begebe. Ihnen stehen we-„ der französische Hülfsgelder, noch die Vereinbarung„der Kriegsvölker dieser Nation mit den ihrigen an. --„Die Erfüllung derPreliminarartikel und daß allen den-selben in Zeit von zwey Monaten ein gänzliches Genü-„ge geleistet werde, sey die einzige Sicherheit, welche sie„fodern — Lasse man diesen Zeitraum verfließen, so„gehe der Stillstand zu Ende, der Krieg werde sich wie«„der anheben, wenn gleich von dem König alle andre„vorläufige Bedingnisse waren erfüllt worden."

Je mehr man sich von Seite der Bundsgenossenvor, denen für Frankreich schon schweren vorläufigen Ar-tikeln entfernte, desro unmöglicher wurde es Frankreich,sich den neuen übermüthigen Bedingnissen zu unterzie-hen;