Ueber die Unterhandlungen zu Gertruydenberg. 259
Heu; desto Heller offenbarte es sich auch, daß der Her-zog von Marlborough gänzlich die Entschließungen derGeneralstaaten durch den Herren Heinsrus lenke; daßdieser Held die Verlängerung des Kriegs für die sichersteund einzige Stütze seiner Uebermachc und der Beybehal-tung des Ansehens seiner Anhänger halte; daß also derunveränderliche Entschluß gefaßt sey, durch Foderungsolcher Bedingniffe, die Frankreich unmöglich zugebenwerde, noch könne, die Unterhandlungen, welche ihmschon in dem verstoßnen Jahre und in diesem noch mehrunangenehm gewesen, vollkommen aufzuheben. —Wenn dieses nicht die eigentliche und wahre Absicht desHerzogs, und der gewissermaßen von ihm abhängendenGeneralstaacen gewesen, so würde man, so wie eö derGeist der Preliminarien erheischte, auf Mittel, welcheden Frieden erleichterten, nicht aber auf solche gedacht ha-ben, welche denselben je länger je unmöglicher machten.
! „Nur unter den obigen Bedingnissen, fügte annochvon Buys bey', könnten seine Obern zugeben, daß dem
> König Philipp ein Theil der spanischen Monarchie über-
! lassen werde. Dann werden dieselben auch die Oeman-ulterieures erleichtern, welche aber noch vor der Un-terzeichnung berichtiget seyn müßten." „Ais eine ganzbesondre Gnade, ließen beyde Abgeordnete die Bevoll-mächtigten hoffen, möchten die Bundsgenossen zugeben,daß die in Katalonien und Portugal in deren Solde ste-henden Kriegsvölker auf zween Monate lang mit denfranzösischen gemeinsame Sache machen sollten, um wäh-rend des zweymonatlichen Waffenstillstands Spanien unddie neue Welt für den König Karl zu erobern." — Al-les, was die Bevollmächtigten gegen diese der Staars-klugheit entgegen laufenden Gesetze immer vorstellten,war ganz vergeblich geredt, weil die Abgeordneten füralles ihre ganz bestimmte Vorschriften harten, von denenihnen auch in dem geringsten Umstand abzuweichen nicht