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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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Ueber die Friedensunterhandlungen zu London. 25z

hatten, beredeten sich, die Whigs und derselben Anst.hen stehen so fest, daß kein Zufall dieselben zu GrundeZu richren, mächtig genug seyn könne- Auch dazumalscheuten sie sich ihre Bestürzung zugestehen, als ein Theilder Häupter der Whigs ihrer Würden und Aemter cnt-seht, anderer Macht aber in gar enge Schranken gebrachtwurde. Sie stellten die sie bedrohende Veränderung nurals eine Lufterscheinung dar, die eben so schnell als sie ent-standen, aber ohne allen Nachtheil für sie, zerplatzenwerde. Es schmerzt die menschliche Eitelkeit nicht we-nig, zu gestehen, daß man sich in seinen Entwürfen undErwartungen gänzlich betrogen habe.

So bald das neue Torysche Ministerium sich in sei-nem erhäschten Ansehen befestiget glaubte, war sein erstesUnternehmen, dem Kriege ein Ende zu machen und denbis dahin erschwerten Frieden zu erleichtern. Es wußte,daß die englische Nation überhaupt, dieses um ihres eig-nen Vortheils willen sehnlich wünsche, und daß dieWhigs nur ihrer persönlichen'Vortheile wegen sich demFrieden heimlich sowohl als öffentlich entgegen setzen wür-den. Es gekrauste sich, alle und jede Unternehmungendes Gegentheils unkräftig zu machen. Sehr wahrschein-lich mag die Königinn Anna selbst dazumal einen vortheil-haften Frieden stärker, als die Fortsetzung des Kriegs,gewünscht haben. Gesetzt auch, die Neigung zu demFrieden hätte die entgegen gesetzte, zehen Jahre lang ge-daurte, zu der Zeit da die Unterhandlungen zu <Ser-truydenberg sich zerschlugen, noch nicht überwogen; sowar es doch dem Graf von Oxford, dem sie ihr ganzesZutrauen schenkte, keine schwere Arbeit, die Neigung fürden Frieden bey dieser Prinzessinn überwiegend zu machen.Die Königinn war von ganzem Herzen, des Herzogs vonMarlborough, des Stolzes und der Herrschsucht seinerGemahlinn, des Trotzes und der Geringschätzung «ber-drüßig, welche sie von den Anhängern dieser beyden mäch-tigen Personen, welche sie gleichsam in einer Art Gefan--

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