260 Fünfte Abhandlung.
waren sie dazumal fest entschlossen keinen Schritt als inGemeinschaft mit den vereinigten Niederlanden zu thun.Hierzu vermogte sie die Betrachtung ihrer persönlichen ^Sicherheit, nebst der Rücksicht auf den heimlichen und !öffentlichen Widerstand, den sie hierbey von den entrisse-nen Staatöbedienten und derselben Anhang mit Grundebesorgten. Es war ein nicht geringes Unglück für dieRepublik, daß sie sich so verächtliche Gedanken, theilsvon dem Ansehen der neuen Minister bey der Königinnund dem Parlament, theils aber von derselben Denkens»art gegen die Vortheile der Republik, beybringen ließ.Hätten die vereinigten Niederlande sich bequemt nur all»malig, und wie sie sahen, daß das Ansehen der neuenStaatöbedienten sich befestigte, in die Gesinnungen der-selben einzutreten; sie würden von sich eine Menge K rän-kungen abgewendet, .hingegen große und wesentliche Vor- jtheile, ja eben dieselben durch Beystand Englands er- !halten haben, welche sie sich durch die fruchtlosenUnterhand-lungen in dem Haag und zu Gertruydenderg entgehenließen. — Daß dieses der feste Entschluß des Grafvon Oxford gewesen, ergiebet sich daraus, daß der Abtin dem Jenner des 171 iken Jahrs das erste Mal an denfranzösischen Hof oder eigentlich an den Herrn von Tor-cy mit dem Auftrag abgeschickt worden:" Es würdeder Königinn nicht unangenehm seyn, wenn der Königsich wegen einer Friedensunkerhandlung nochmals an dievereinigten Niederlande wenden wollte, vorausgesetzt daßEngland seine Foderungen vorläufig zugestundenwürden." Ungeachtet der Antwort des Königs, odervielmehr des Marquis: „die Holländer hätten sich, bey»des in dem Haag und zu Eertruydenberg, gegen denKönig auf eine Weise betragen, daß derselbe em schlössensey, sich einer solchen Begegnung nicht wiederum auszu- !setzen: Er hatte sich deßwegen an England gewendet, und ?sey geneigt solche Anerbietungen zu thun, welche die Kö-niginn zum Vortheil ihrer Königreiche, und zur Befrie-digung