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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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261
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Ueber die FriedensunLerhandlungen zu London. 26t

digung ihrer Bundsgenossen nach Billigkeit erwartenkönnte;" so würde es doch noch möglich gewesen seyn, denSih der Unterhandlungen in die vereinigten Niederlandezu verlegen, und damit wesentliche Vortheile zu erhalten.Allein auch dermal verlangte die Republik, daß alleUm-! stände sich nach ihrem Willen schicken sollten. Damitenkgieng ihr abermals die einzige Gelegenheit ihr Ansehenzu befestigen, und große Vortheile sich eigenthümlich zu»zuwenden. Diese Abneigung den Umständen nachzuge»ben, war die Ursach, daß England sich nicht mehr be»mühete, die Unterhandlungen in die Niederlande zu ver-legen. Hier zeigte Frankreich zum ersten Male sein Miß»vergnügen gegen die vereinigten Niederlande.

Herr (Awalter dieser beyden Machten weit anstän-digere Anschickömann, als der Herr von petkum, muß.te in dem März des 171» ten Jahrs mit diesem nähern! Auftyag die zwote Reise nach Versailles machen: „weilder französische Hof seine besondern Gründe hätte, dieFricdensuntcrhandlungen nicht wieder mit Holland anzu-fangen, so erböte sich England diese Schwierigkeit zu he-ben. Dieses könnte auf folgende Weise geschehen: Frank-reich solle die vorläufigen Friedensartikel nach Englandübersenden. England werde dann solche nach dem Haagzu gemeinschaftlicher Untersuchung und Berathschlagungallda überwachen. Alan erwarte aber, Frankreich wer-de eben dieselben Anerbiekungen gegen England thun,welche es schon ehedem gegen Holland gemacht, oderandere, welche für die Bundsgenofsen nichtschlechter waren. Denn wenn gleich England mit al-ter Aufrichtigkeit zu einer FriedenShandlung die HändeLeben, und im Verfolg derselben seine lauteren Gesin-! wingcn an den Tag legen werde, so könne es doch keine! Vorschläge annehmen, die weniger Vortheilhaft wären,als diejenigen, welche schon gegen die Generalstaaten ge-than worden."

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