»6- Fünfte Abhandlung.
Work ferner werde geredet werden. So gering bey der»vorhergehenden Unterhandlungen des Königs PhilippAntheil von der spanischen Monarchie seyn sollte, eben sogering sollte nun der Antheil des Königs Karl seyn.Wie so wenig gab sich der französische Hof Mühe, seinMißvergnügen über die vereinigten Niederlande nichtmehr geheim zu halten! Wie so viele vorzügliche Achtunghingegen für England! Das empfindlichste für die Rcpu-,blik aber war, daß ihre Barriere von der Genehmi-gung Englands abhängen sollte. Und brachte esEnglands Staatö- und HandlungSvottheil mit sich, dieseVormaur so stark und so weitläufig werden zu lassen, alssolche die Republik wünschte? War es nicht vielmehrEnglands Vortheil, dieselbe einzuschränken, um ihr daS-Bündniß mit England, und ein gutes Einverstandniß,mit dieser Macht auch auf die Zukunft nothwendig zu.machen? Diese vorläufigen Dedingnisse konnten der Re-publik nach ihrer bisherigen Denkensart, und nach demGange, den bis auf diese Zeit die Unterhandlungen ge-habt, gar nicht anstehen.
Von dem Zeitpunkt an, daß Frankreich sich schrift-lich erklärte, auf welche Grundartikel es eine Friedens-,Versammlung wünschte, machte England von den gckha-,nen Schritten gegen die vereinigten Niederlande kein Ge-heimniß mehr. Die Königinn ließ ohne Anstand denHerren Generalstaaten dieselben mittheilen. Dazumak»loch hätte das genaueste Verständniß zwischen beyden'Staaten zu ausnehmendem Vortheil der Republik könneneingeschlagen werden. Die Königinn so wohl, als ihreStaatsbedienten, wünschten dieses aufrichtig. Sie ga-ben selbst zu dieser Uebereinstimmung den Staaten demRuf. Wäre dieses Verständniß nicht blos mit Wortenzugegeben, und mit Thaten von der Hand gewiesen wor->den, so hätte der Gegentheil, ungeachtet gebesserter Um-ssände und Aussichten, doch nicht anders können, als der