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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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265
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Ueber die Friedensuntcrhandlungen zu London. 265

Republik in denen Punkten gänzlich zu entsprechen, welcheihr am meisten an dem Herzen lagen.

Der englische Gesandte Graf von Strassord hatteBefehl, bey der Mittheilung dieser Artikel dem Herrn^einsius zur Wissenschaft der. Generalstaaten anzuzei-gen: „da die Königinn fest darauf bestehen werde, soWohl in Führung des Kriegs, als in Schließung einesFriedens mit den Herren Staaten stets gemeinschaftlicheSache zu machen, so hatte sie keinen Augenblick versäu-met eine Schrift von solcher Wichtigkeit denselben mitzu-theilen. Die Königinn bitte dabey sehr, daß die Sacheso geheim gehalten würde als es möglich wäre. Sie hoffeauch, der Großpensionair werde mit niemand darüber spre-chen, als mit solchen, denen er vermöge ihrer Regierungs-sorm nothwendig davon Anzeige machen müßte. — DieArtikel seyen zwar in der That allzu unbestimmt, sie ent-halten aber doch einen Antrag zu dem Fr^en. Und ob-gleich durch die ganze Schrift eine Art von Gefälligkeitfür England, und in Absicht auf die vereinigten Nieder-lande das Gegentheil herrsche, so würde dieses dochkeine schlitnme Folgen haben können, si> lange dieHöniginn und die Staaten Sorge trügen, ein gu-tes Verständniß zu unterhalten, und so wenig hin-terhaltend zu Werke zu gehen, als es zwoen Mäch-ten zukäme, deren Interesse so genau mir einanderverbunden wäre. Eine Hegel, welche von Sei-ten Englands unverbrüchlich würde beobachtettverden." — Diese angefangne Unterhandlung solltebesonders dem Herzog von Marlborough ein Geheim-biß bleiben. England ließ daher diesen Umstand demHerrn Heinsms wissen, daß dem Herzog von Londonaus hierüber nicht die geringste Nachricht werde ertheiltwerden, daß man aber auch von ihm erwarte, daß er eingleiches Stillschweigen gegen denselben beobachten werde.Ehre, Vortheile und auch die Macht, der Friedenshand-^lvg. Hindernisse in den Weg zu legen, sollten nunmehr

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