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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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273
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Ueber die Friedensuntcrhandlungett zu London- 27z

stillte, dererwegen zwischen diesem Fürsten und den Bundö-genosten Verträge errichtet worden."

Schon damals war der Vortheil des Herzogs vonSavoyen der Königinn aus dem Grunde, daß derselbeeigentlich ihr nächster Erbe und Thronfolger seyn sollte,wenn es die Ungleichheit der Religion nicht gehindert,sehr angelegen. In der Folge der Friedenöunterhanh?lgng beherzigte England die Vermehrung der Macht undWürde des Hauses Savoyenö mit eben demjenigen Ei-fer, als es solches immer für sich selbst hätte thun können.

Zu besondrer Befriedigung für die Krone Englandfoderte die Königinn Anna von Frankreich, und durchden König Ludwig, von dem Königin Spanien:

I. „Daß sie nicht allein als rechtmäßige Königinnvon Großbritannien, sondern auch die durch die englischenGesehe bestimmte Thronfolge in der protestantischenweiblichen Nachkommenschaft des Hauses Stuart aner-kannt werde."

II. „Die Schleifung aller Festungswerke und befe-stigten Oercer der »Stadt und der nächst bey Dünkirchenliegenden Oerter, samt der Ausfüllung oder Unnühma-chung des dasigen Seehafens."

III. „Die Erneuerung eines Handlungsvertrags,

! und von Seite des Königs von Spanien die Abtretung! der Stadt Gibraltar und der ganzen Insel Minorka."

IV. „Das Recht, die Mohrenstlaven aus Afrikaden Einwohnern des spanischen Amerika zu verkaufen,

i deßglejchen einige Städte in dem spanischen Amerika, umdie hinüber geschickten Sklaven in denselben zu erfrischen,! devor sie verkauft werden."

V. „ Versicherung, daß die großbritannischen Unter»

' Hauen in der Handelfchafc mir Spanien so begünstiget

Werden sollen, als immer die freundschaftlichste Nation:daß alle künftige Vortheile, so irgend einer Nation in^ S Spa»