Ueber die Fri'ebensunterhandluirgen zu London. 275
Von Torcp gesteht, sein König wäre Gefahr gelaufendie kaum angefangene Friedenshandlung zu zernichten,wenn man England feine Foderungen rund abgeschlagen.hätte; die Folgen aber und die gewaltigen Nachtheile fürFrankreich würden sich schnell an den Tag gegeben haben,wenn man ihm alles bewilliget. Man fand e6 also zu-träglich , über jeden Punkt der Foderung in Unterhand-lung einzutreten.
Nun vergleiche man diese billigen, diese sehr leid-lichen vorläufigen Friedensbedingnisse, mit denjenigenÜbermüthigen und unnatürlichen, welche Frankreich indem Hang und zu Gertruydenberg mit beleidigendemTroß vorgeschrieben wurden; — da man wider alle Re-geln der Staatöklugheit alle noch so billige vorgeschlageneAuskunftsmittel verwarf; da diese Krone um des lie-ben, nothwendigen Friedens willen sich so vieles harteUnd bittere gefallen ließ, daß der Prinz Eugen selbst ge-stund, „Frankreich habe damals auf solche BedingmsseFriede schließen wollen, daß cö'zu viel gewesen wäre, auchNur einen einzigen Grenadier ferner in die Schanze zuschlagen, um bessere zu bekoiüknen." Wie so erstaunens-würdig wird jedermann diesen Absaß finden! Dazumalwidersetzten sich die alles leitenden Whigödem Frieden, dievereinigten Niederlande aber ließen sich willig durch der-selben Vorspieglungen, daß in weniger Zeit noch vortheil-haftcre würden zugegeben werden, dahinreissen, sich demFrieden ganz abgeneigt zu erzeigen.
Durch Geheimhaltung der Foderungen so wohl, alsdessen, was Frankreich und Spanien zugestehen würden.Wollten die Minister die Eifersucht der Holländer, undauch den Lärm der abgedankten Minister und ihres nochimmer mächtigen Anhangs zurück halten. Die Bekannt-machung hätte denselben einen Vorwand ertheilt, alswäre man entschlossen, mit Hintanseßung der Republik,Mit der doch England so genau und vielfältig verbunden
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