276 Zünfte Abhandlung« !
war, einen besondren Frieden zu schließen. Der Racheund der Eiftrsucht deö Gegentheils würde es ein geringes ^gewesen seyn, vorzugeben, daß man durch geheimen Bey» ^stand, oder wenigstens durch die Nachsicht Frankreichs/die allernachtheiligsten Entwürfe auszuführen sich vor»gesetzt habe.
Frankreichs Erklärung und Antwort, welche daSFundament deö nachherigen Friedensschlusses in sich fas» !set, und von dem Herren von Eorcy dem Hr. Priorübergeben worden, um solche seinem Hofe mitzutheilen, waralso abgefaßt.
7 . „Der König werde freywillig und aufrichtig sichalle billige und gerechte Maßregeln gefallen lassen, zu ver»hindern, daß die beyden Kronen jemals unter ein Hauptkommen, indem Er selbst versichert sen, daß eine solcheUebermacht der Ruhe und dem allgemeinen Besten vonEuropa eben so sehr entgegen stünde, als solches dem Wil»len des verstorbenen KvnigS Karl U- von Spanien entge«gen gewesen."
„Die Absicht d^S Königs wäre auch, daß alle indem gegenwärtigen Krieg verwickelte Partheyen auf demzu bezweckenden Friedenskongreß billige Genugthuungerhalten, und die Handlungsfreyheicen zum Nutzen der»jenigen Nationen, welche dergleichen vorhin genossen, fürdie Zukunft berichtiget und geschähet werden sollten."
7 l. „Der König werde dieFriedenSbedingnisse, wenn tsolche einmal unterzeichnet, getreulich halten; und wie erselbst entschlossen sey, die Grenzen seines eignen NeichS,ohne dadurch seinen Nachbarn einige Unruhe zu erwecken/in Sicherheit zu sehen; also gebe er auch sein Wort, ein»zuwilligen, daß die vereinigten Niederlande durch die Frie»denshandlung in den Besitz aller derjenigen festen Platzesollen gesetzt werden, welche in dem Friedensvertrag, alSeine Vormaur für diese Republik gegen alle Anfälle vonder Seite Frankreichs, werden ausgezeichnet werden.»'