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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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278
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278 Fünfte Abhandlung.

fischen, und spanischen Nationen gänzlich zu Grunderichten müßten, so glaubt der König, daß die von Groß-britannien gemachten Anfoderungen eine nähere Untcrsu- ,chung erheischten."

Da der Herr Prior zu eigentlichen Unterhandlungennicht bevollmächtiget war, aber auch keinen Befehl hakte,Unterhandlungen, welche zu London selbst unter den Au-gen der Königinn und ihrer Staatsbedienten konntenvorgenommen werden, abzulehnen; so entschloß sich der zMarquis von Torcy deßwegen den Herren N wnager ^mit nothwendigen Vollmachten in Gesellschaft des Hrn. !Prior nach London abzuschicken.

Nwnager/ der bey den vorläufigen Friedenshandlun-gcn zu London, und denen, so in dem folgenden Jahre zuUtrecht gehalten worden, eine sehr wichtige Person vor-stellen wird, besaß das Zutrauen des Herrn von Torcs»n hohen: Grad. Er war ein Kaufmann, Abgeordneterder Stadt Rouen zu dem königlichen Commerzrath. Dudemselben die Beschaffenheit und alle Vortheile der Hatt-delschaft in dem spanischen Westindien vorzüglich bekanntwaren, da er auch schon von dem ersten Minister inStaatösachen mit Vortheil gebraucht worden; so hieltman ihn für tüchtig, ihm nicht nur die Berichtigung derArtikel, welche England zu Gunsten seiner Handelschastfoderte, sondern auch die übrigen eigentlichen Staatsange-legenheiten anzuvertrauen. Hr. Nwnager wußte alsKauf-und Staatsmann die Umstände, welche Frank«reich von Tag zu Tage günstiger wurden, sehr klug ä"nuhen. So gerad und nachgebend er sich zu London*zeigte, so hart, stolz, Hinterhalten!), Schwierigkeiten er«weckend, also mit dem eigentlichen Geist der Unterhand-lungen begäbet, wie der Herr von Pongnac sich ausdr"-cket, betrug er sich gegen die vereinigten Niederlande«Von dem Mißvergnügen des Marquis gegen dieselben be-geistert,