Ueber die Friedensunterhandkungen zu London. 287
sich von Jahre zu Jahren mehreten; die Unkosten aberauf Erike des Kaisers, und der vereinigten Niederlandesich in eben der Verhältniß minderten, älö dieselben sichfür England erschwerten. Von dieser ungerechten Nach-sicht und Abweichung von geschlossenen Verkomnissen,zog der Herzog von Marlborough immer wichtige Vor-theile. — Da also England bey einem zehen Jahre schongedauerten Kriege, der eigentlich den Kaiser und die Nie-derländische Republik betraf, durch seine Flotten, durchseine Nationalvöli er, und durch besoldete Truppen, weitMehrerS als einer der Haupttheile aufgewandt, — so wares nicht mehr a!6 billig, daß ihm auch bey dem Friedenausnehmende Vortheile zufließen sollten.
Wenn die vereinigten Niederlande die Leitung derFriedenshandlungen ferner und bis zu deren endlichenSchlüsse in ihrer Gewalt gehabt hätten, so ist unstreitig,daß die Vortheile Englands weit geringer würden gewe-sen seyn. Dieses ergiebc sich genugsam aus den in demLogten Jahr von dem Herren Heinsrus zu Papier ge-brachten Preliminarien. DünkirctM war der einzigebesonders für England auSgemaDe wesentlich vortheil-hafte Artikel, nebst einigen anbetn gewissermaßen denNiederlanden gleichgültigen Vortheilen in Nordamerika.Daß diese Krone eigenthümlich Gibraltar und Mi-Norka zu Versicherung seiner Handelschaft besitzen, denSklavenhandel erhalten, Inseln und Kolonien von gros-sem Werth in Amerika an sich bringen könnte — daranwurde nur nicht gedacht. Die holländische Eifersuchtwürde solches niemals zugegeben, vielmehr unzählbareSchwierigkeiten gegen solche Foderungen erreget haben.
Hingegen waren die Haagischen Preliminarien denbereinigten Niederlanden ausnehmend günstig Nicht"ur wurde ihnen die Wiederherstellung des Tarifs von*^64, sondern auch die Aufhebung der Ausnahme vonzwölf Arten Kaufmannswaaren, welch« dazumal in dem
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