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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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289
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Ueber die Friedensunkerhandlungen zu London. 289

doch die wahre StaatSklugheit ihnen zu thun anrieth.Man findet wenige Beyspiele, daß ein Staat die gün-stigen Augenblicke sein wahres Ansehen und seine Macheju vermehren, und einen übermächtigen Nachbar inSchranken zu setzen, so sehr verwahrloset habe, als die-ser. Suche ich den eigentlichen Grund dieses Mangelsan wahrer Staatsklugheic, so finde ich denselben in demgroßen Ansehen und dem mächtigen Einfluß des Skaats-peiifionairs aus die Versammlungen der Generalstaaten.Dieie ließen sich gemeiniglich so wie derselbe e 6 wün chtelenien. Aber dieser in der That große und k.uge Mannhleng gar zu sehr an dem Herzog von Marlborough; erwar die>em mit allem seinem Ansehen zu Ausführungseiner Entwürfe jederzeit beförderlich. Den Grundsätzender Whigs war er von ganzem Herzen ergeben. Er hiengan denselben und mit dem Staatöpensionair die Repu-blik, als dieselben zu Falle kamen; auch dazumal nochhieng er an denselben, da sie so gestürzt waren, daß keinbegründeter Anschein sich zeigte, daß solche wieder emporkommen könnten. Heinsuis blieb in Beziehung auf die-selben so vervlendel, so abhänglich, als ehedem Periklesvon den Bezaubcrungen der Aspasia. Beyde große 'Männer haben aber durch ihre Schwachheiten den Staa-ten, welche sich von ihnen beherrschen ließen, beynahe un-ersetzliche Nachtheile zugezogen. —

Ein glücklicher Zeitpunkt wäre es für die vereinigtenNiederlande gewesen, wenn sie damals, als sie überwie-gende Beweisrhümer von dem sich immer mehr befestigen-den Ansehen der Toryschen Staatsbeamten an dem Hofeder Könlginn Anna vor sich hatten, ihre Maßregeln ge.ändert, ihre von den SkaatSgeschäften entfernten Freun-de und deren persönliche Absichten verlassen, der herr-schenden DenkenSurr nachgesehen und sich nur ihr zu Be-sörderung ihres beyderseuigen wahren Vortheils verein,barer hätten. Man muß zwar gestehen, daß da einmal

T. Frank,