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Abhandlungen über die Geschichte des Friedensschlusses zu Utrecht zur Beendigung des spanischen Thronfolgekriegs / von Johann Konrad Fäsi
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292 Fünfte Abhandlung.

Frankreich auf die vereinigten Niederlande erbittert, sichan England wandte und daselbst geneigtes Gehör fand,die Vortheile Englands die der vereinigten Niederlandeimmer überwogen haben würden. Sollte aber dieserVorzug sich nicht durch die Betrachtung haben verschmer-zen lassen, daß Englands Aufwand seit vier Jahren nocheinmal so groß gewesen, als der Aufwand der Republik?Beyder Staaten Eintracht würde Frankreich und Spa-nien noch ein und andre Vortheile von der ersten Wich-tigkeit, so wohl für die vereinigten Bundsgenossen über-haupt, als auch insbesondere für die Republik und denFlor ihrer Handlung abgedrungen haben. Sie würdevon den Staaten eine Menge von Kränkungen abgewen-det, und viele Auöbrüche von Staatsrache und beleidig-tem Stolz unterdrückt haben, wie die folgende Abhand-lung von beyden Arten mehr als nur ein Beyspiel dar-stellen wird. — Beynahe wird es unglaublich, wie die-jenigen, so die Republik regierten, sich von ihren gefallnenFreunden in England so stark haben verblenden lassen;wie so begierig sie alle noch so grundlose Nachrichten vondaher, daß der Sturz der Tones nahe sey, daß die Kö-niginn sich dem Ende ihres Lebens nähere, und daß einegänzliche Aenderung der Sachen, sv oar ein Umsturzin weniger Zeit könne zuverläßig gehoffet werden, — alshöchstwichtige Wahrheiten angenommen haben. Solcheund dergleichen Träume, auf die man weit größeres Ver-trauen sehte, als die gesunde StaatSklugheit anrieth,schläferten die Regenten der Republik ein, und bey ihremErwachen war abermals die bequeme Gelegenheit ent-wischt.

Wer die damaligen Zeiten und Begebenheiten ken-net, muß gestehen, daß die englischen Staatsbeamtenall ihr mögliches gethan, um die Republik zu einträchti-gen Gesinnungen mit sich einzuladen. Die Königinn ließes an den bestgemeinten Ermahnungen und Vorstellun-gen,